Auf den steigenden Ölpreis reagiert die Fluggesellschaft
Air Berlin mit einer neuen Gebühr. Bei einer Flugbuchung im Internet wird vom 1. Juli an pro Person ein sogenanntes Serviceentgelt von zehn Euro fällig. Das bestätigte Air- Berlin-Sprecher Peter Hauptvogel dem "Tagesspiegel" (Samstag).
Eine solche Internetgebühr erheben andere Fluggesellschaften wie die Lufthansa schon seit längerem. Bei der Buchung per Telefon oder an einem Schalter werden künftig 20 Euro statt bisher 16 Euro pro Hin- und Rückflug fällig.
Das Unternehmen steckt in einer Krise und sieht sich zum Sparen gezwungen. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie von Air Berlin mehr als zwei Drittel ihres Werts verloren, der Kurs fiel zwischenzeitlich unter 5 Euro.
Mitte Juni teilte die Fluggesellschaft mit, nach der beschlosseen Ausdünnung des Streckennetzes über weitere Sparmaßnahmennachzudenken. "Das ist ein Anfang. Weitere Optimierungen sind nicht ausgeschlossen", sagte ein Air-Berlin-Sprecher. Dazu könne gehören, dass im Sommerflugplan 2009 weitere Strecken gestrichen oder weniger oft angeflogen würden, aber auch weitere organisatorische Maßnahmen. Beschlossen sei aber noch nichts. Der Sommerflugplan soll im Spätherbst stehen.
Zuvor hatte die Airline bereits mitgeteilt, aufgrund der hohen Kerosinpreise die Kapazitäten auf der Langstrecke um 30 Prozent zu reduzieren.