Als Krisenmanager hatten Christoph Franz und Hans-Gustav Koch schon Erfahrung, bevor sie zur Deutschen Bahn kamen. Beide waren zuvor bei der Lufthansa tätig und dort auch mit Strategien befasst, die der Fluggesellschaft zu mehr Kunden verhelfen sollten.
Die enge Anlehnung des neuen Preissystems an den Luftverkehr dürfte nun ein Grund für die geringe Akzeptanz beim Massenverkehrsmittel Bahn und damit für den Rauswurf der beiden Manager sein.
Christoph Franz stieg nach seinem Wechsel zur Bahn 1994 schnell zum zweiten Mann hinter Vorstandschef Hartmut Mehdorn auf. Der 43-jährige Vater von fünf Kindern ist seit knapp drei Jahren für den gesamten Personenverkehr und damit das Schlüsselressort verantwortlich. In Personalunion ist der groß gewachsene Manager Chef der Fernverkehrssparte DB Reise & Touristik sowie der Nahverkehrssparte DB Regio. Der promovierte Wirtschaftsingenieur gilt als ausgezeichneter Planer und wird als offen und geradlinig beschrieben. Vor seinem Bahn-Einsatz war der Manager bei der Lufthansa im Bereich Strategische Konzernentwicklung tätig.
Hans-Gustav Koch begann nach seinem Wechsel zur Bahn Anfang 2000 als neuer Vorstand für Marketing und Vertrieb im Personenverkehr. Zuvor war der erfahrene Touristikmanager Geschäftsführer der Lufthansa Systems GmbH und Leiter der Strategie-Abteilung beim Touristikkonzern TUI. Bei der Lufthansa war der 1951 geborene Betriebswirt unter anderem für das Kundenbindungsprogramm Miles & More zuständig. Zusammen mit der Chef- Entwicklerin des neuen Bahn-Preissystems, Anna Brunotte, die früher ebenfalls bei der Lufthansa tätig war, musste vor allem Koch die Rabatte und die umstrittenen Stornogebühren der Bahn in der Öffentlichkeit verteidigen.
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