Bis 30. Juni 2011 sind nach der Einigung betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Der Tarifabschluss gilt für rund 130.000 Beschäftigte.
Die reguläre Wochenarbeitszeit bleibt sowohl für die Tarifbeschäftigten als auch für die Postbeamten bei 38,5 Stunden. Mit der Festschreibung der bisherigen Wochenarbeitszeit konnte Verdi eine vom Unternehmen angestrebte Erhöhung der Regelarbeitszeit verhindern.
Die Löhne sollen in zwei Schritten angehoben werden - zum 1. November 2008 um vier Prozent und im Dezember 2009 um drei Prozent. Post -Personalvorstand Walter Scheurle, der die Verhandlungen für den Konzern führte, sprach von einem "tragfähigen Kompromiss" für beide Seiten. Die Verständigung sei auch eine "positive Nachricht für unsere Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre".
Zuvor hatten sich 93,1 Prozent der Verdi-Mitglieder des Konzerns in einer Urabstimmung für einen flächendeckenden Streik ausgesprochen.
Verdi hatte in den vergangenen Tagen mit einer Urabstimmung über einen unbefristeten Streik bei der Post den Druck auf den Konzern weiter erhöht. Die Dienstleistungsgewerkschaft hatte seine Forderungen seit Anfang April mit Warnstreiks unterstrichen, durch die Millionen von Briefen und Päckchen verspätet ihre Empfänger erreichten. Die Ausstände hatten zeitweise auch die Post-Aktie belastet.