Ein Rewe-Markt in Gelsenkirchen
Alle Mitarbeiter würden übernommen, teilte Rewe in Köln mit. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Für den Verkauf ist noch die Zustimmung des Bundeskartellamts erforderlich.
Das hart umkämpfte Drogeriemarkt-Geschäft liegt damit in immer weniger Händen. Mit der Abgabe der Filialen verschwindet die kleinste Drogeriekette bald vom Markt. Nach Meinung von Branchenkennern wird der Wettbewerb durch einen Discounter-Vorstoß in das Drogeriesortiment weiter verschärft.
Die Rewe-Handelsgruppe zieht sich komplett aus dem Drogeriemarktgeschäft zurück, wo sie nie wirklich erfolgreich war. "Das ist eine strategische Entscheidung. Idea ist zu klein", sagte Unternehmenssprecher Wolfgang Schmuck.
Vor der Rewe-Gruppe hatte mit Tengelmann ebenfalls ein großer Lebensmittelhändler seinen Rückzug aus dem Drogerie-Fachmarktgeschäft eingeleitet. Zum 1. Mai 2005 übernimmt Rossmann die Kd-Filialen von Tengelmann komplett. Zuvor gab es bereits eine Kooperation. Bereits zwei Drittel der rund 300 Kd-Filialen seien in den vergangenen 12 Monaten auf das Rossmann-Konzept umgestellt worden, sagte eine Tengelmann-Sprecherin am Montag.
Rewe hatte Idea seit 1989 in Besitz, verkaufte aber bereits vor fünf Jahren mit 90 Filialen einen großen Teil der Kette im Norden und Osten Deutschlands an Rossmann. Die zuletzt 142 Märkte im Westen und Süden erzielten einen Jahresumsatz von rund 130 Mio. Euro.
Schlecker will nun 91 Idea-Filialen mit 685 Beschäftigten zum 1. Juli 2005 übernehmen. DM will 37 Idea-Märkte überwiegend im Rhein-Main- Gebiet erwerben. Bei den zur Stilllegung vorgesehenen 14 Filialen werde Rewe selbst die Mitarbeiter übernehmen, sagte Unternehmenssprecher Schmuck.