Ryanair-Chef Michael O'Leary
In den drei Monaten bis Ende Dezember stieg zwar der Nettogewinn des Billigfliegers um sechs Prozent auf 36,8 Mio. Euro, teilte
Ryanair am Montag mit. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal enttäuschte allerdings die Analysten: Sie waren von 37,9 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz der Fluggesellschaft kletterte um 27 Prozent auf 370,7 Mio. Euro; auch hier hatten Analysten mit 376 Mio. Euro mehr erwartet.
Ryanair-Chef O'Leary hielt an den Gewinnerwartungen für das gesamte Geschäftsjahr fest, wonach das Unternehmen von einem Anstieg um zehn Prozent ausgeht. „Wir sind zuversichtlich, dass wir weiterhin stark wachsen werden, selbst bei hohen Treibstoffpreisen. Wir haben das beste Kostenmodell und konzentrieren uns auf neue Umsatzquellen wie Glücksspiel, Hotels und Autos“, sagte zudem O'Learys Stellvertreter Michael Cawley. Die Preise für Flugtickets werden aufgrund der großen Konkurrenz auf dem Markt der Billigflieger weiter fallen, sagte O'Leary.
Die Kosten für Treibstoff stiegen im abgeschlossenen Geschäftsquartal um 59 Prozent auf 114,9 Mio. Euro, sagte O'Leary. Ryanair beförderte 8,6 Millionen Passagiere und damit 26 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Die Kosten stiegen insgesamt um drei Prozent. Die Teuerung für Treibstoff herausgerechnet habe das Unternehmen seine Kosten aber um sechs Prozent gesenkt, sagte O'Leary.