Schwacher Welthandel:Düsteres Jahr für Hamburger Hafen
Wenn nichts gekauft wird, muss auch nichts verschifft werden: Nach einem Rekordjahr bricht jetzt die Hafenwirtschaft ein. Im Hamburger Hafen bereitet man sich auf einen Umschlag-Rückgang vor. Auch Kurzarbeit ist nicht ausgeschlossen.
Der Hamburger Hafen stellt sich angesichts der weltweiten Wirtschaftsflaute 2009 auf einen schwächeres Geschäft ein. Der im abgelaufenen Jahr erzielte Güterumschlag von 140,4 Millionen Tonnen werde nur dann wieder erreicht, wenn der Welthandel im Laufe der zweiten Jahreshälfte wieder zunehmen sollte. Beim Containerumschlag hofft der Hafen "frühestens im zweiten Halbjahr auf eine spürbare Erholung von der augenblicklichen Schwächeperiode".
Im vergangenen Jahr wurden im Hamburger Hafen 9,7 Millionen Standardcontainer umgeschlagen, 1,5 Prozent weniger als 2007. Der Rückgang geht vor allem auf das vierte Quartal zurück, in dem der Containerumschlag um 10,3 Prozent unter dem Durchschnitt der ersten drei Quartale lag. Ursprünglich hatte der Hafen für 2008 einen Gesamtumschlag von 146 Millionen Tonnen und einen Containerumschlag von über zehn Millionen Tonnen angepeilt.
Die HHLA als größtes Logistikunternehmen im Hamburger Hafen hatte 2008 allerdings noch ein Rekordjahr. Sie steigerte den Gewinn von 288 Mio. Euro auf rund 345 Mio. Euro. Doch für 2009 rechnet HHLA mit schwächeren Geschäften. Der Containerumschlag sei bereits im November und Dezember des vergangenen Jahres stark rückläufig gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Auch HHLA-Rivale Eurogate hat im abgelaufenen Jahr an seinen Standorten im In- und Ausland so viele Container umgeschlagen wie noch nie. Nun jedoch schließt Eurogate ab Mitte des Jahres Kurzarbeit nicht aus.
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