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"Es geht bei mehreren Aktivitäten von Fluxx um den Verdacht des unerlaubten Glücksspiels", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick am Freitag. Die bereits im März begonnen Ermittlungen betreffen seinen Worten zufolge nicht nur die Sportwetten, sondern weite Teile des Glücksspielangebots von
Fluxx . Das Unternehmen teilte dagegen mit, es betreibe die fraglichen Geschäftspraktiken bereits seit Jahren sehe darin kein strafbares Handeln.
An der Börse reagierte die im Kleinwertesegment SDax notierte Fluxx-Aktie mit Kursverlusten auf das Bekanntwerden der Ermittlungen. Das Unternehmen hatte am Donnerstagabend in einer Pflichtmitteilung darüber informiert. Demnach richtet sich die staatsanwaltschaftliche Untersuchung gegen ein nicht genanntes Vorstandsmitglied. Diesem drohen nach Angaben Wicks bei einer Verurteilung eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.
Finanzvorstand Stefan Hänel sagte, die Vorwürfe entbehrten aus Sicht des Unternehmens jeder Grundlage. Er rechne deshalb mit einer Einstellung der Ermittlungen. "Wir sind keine Veranstalter von Glücksspielen, sondern nur Vermittler eines legalen und lizenzierten Glücksspiels", hob Hänel hervor. Diese Tätigkeit sei sowohl durch den Bundesgerichtshof wie auch durch Staatsverträge legitimiert. "Was wir machen, machen wir schon seit 1997. Aber in den ganzen Jahren ist es niemals zu Ermittlungen gegen uns gekommen", ergänzte der Finanzvorstand.
Eine Einstellung von Geschäftsfeldern müsse Fluxx nicht fürchten. "Wir rechnen mit keinen nachhaltigen Auswirkungen auf unser Unternehmen", sagte Hänel. Fluxx habe lediglich einige Tausend Euro an Rückstellungen für notwendige Anwalts- und Gutachterkosten gebildet.
Die Fluxx-Aktie lag nach Handelsschluss 2,3 Prozent tiefer bei 9,92 Euro.