Jochen Flasbarth: "So eine Auseinandersetzung muss man durchstehen"
Besonders China und die USA wehren sich gegen das neue Klimaschutzinstrument der EU, weil es auch für außereuropäische Fluggesellschaften gilt, die in Europa starten oder landen. Europäische Airlines fürchten Vergeltung.
Noch kostet der Emissionshandel die Airlines wenig
Dabei sind die Kosten zunächst gering: 85 Prozent der CO2-Emissionen von 2005 bekommen die Airlines kostenlos, den Rest müssen sie dazukaufen. Für einen Transatlantikflug entstehen so pro Passagier Kosten in Höhe von etwa 12 Euro. Rund ein Drittel der weltweiten Luftverkehrsemissionen werden vom neuen europäischen CO2-Handel erfasst.
Der Präsident des Umweltbundesamts verteidigte das Instrument gegen die Kritik aus dem Ausland. "So eine Auseinandersetzung muss man durchstehen, sonst kann man sich vom Emissionshandel verabschieden", sagte er.
Sowohl inländische als auch ausländische Fluggesellschaften argumentierten mit Wettbewerbsnachteilen. "Das zeigt doch, dass das Instrument fair ist." Tatsächlich dürften gerade asiatische Airlines kein Problem mit den Auflagen haben, so Flasbarth. "Sie sind zuletzt stark gewachsen und haben darum neue, effizientere Maschinen angeschafft." US-Airlines mit älteren Flotten müssen dagegen mehr CO2-Zertifikate kaufen.