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Merken   Drucken   27.12.2011, 11:16 Schriftgröße: AAA

Start frei für Emissionshandel: Ausländische Fluglinien geben sich gesetzestreu

Umweltschutz wird für Fluglinien teurer. Ab Januar kommt der Emissionshandel in Europa, und bisher muckten China und die USA dagegen auf. Dass trotzdem alle Airlines brav die Anforderungen erfüllen, freut den Chef des Bundesumweltamts.
© Bild: 2011 MICHAEL SOHN/AP
Exklusiv Umweltschutz wird für Fluglinien teurer. Ab Januar kommt der Emissionshandel in Europa, und bisher muckten China und die USA dagegen auf. Dass trotzdem alle Airlines brav die Anforderungen erfüllen, freut den Chef des Bundesumweltamts. von Nikolai Fichtner  Berlin
Das Umweltbundesamt rechnet nicht mit Widerstand ausländischer Fluggesellschaften gegen den neuen europäischen Emissionshandel für die Luftfahrt. "Alle außereuropäischen Airlines haben bisher rechtzeitig sämtliche Auflagen und Berichtspflichten erfüllt", sagte der Präsident der Behörde, Jochen Flasbarth, im FTD-Gespräch.
Das Umweltbundesamt verwaltet den Emissionshandel in Deutschland und betreut auch einen Teil der außereuropäischen Fluggesellschaften. Diese Unternehmen hätten sich technisch auf den am 1. Januar startenden Handel eingestellt, sagte Flasbarth. "Wir gehen davon aus, dass er kommen wird."
Jochen Flasbarth: "So eine Auseinandersetzung muss man ...   Jochen Flasbarth: "So eine Auseinandersetzung muss man durchstehen"
Besonders China und die USA wehren sich gegen das neue Klimaschutzinstrument der EU, weil es auch für außereuropäische Fluggesellschaften gilt, die in Europa starten oder landen. Europäische Airlines fürchten Vergeltung.
Noch kostet der Emissionshandel die Airlines wenig
Dabei sind die Kosten zunächst gering: 85 Prozent der CO2-Emissionen von 2005 bekommen die Airlines kostenlos, den Rest müssen sie dazukaufen. Für einen Transatlantikflug entstehen so pro Passagier Kosten in Höhe von etwa 12 Euro. Rund ein Drittel der weltweiten Luftverkehrsemissionen werden vom neuen europäischen CO2-Handel erfasst.
Der Präsident des Umweltbundesamts verteidigte das Instrument gegen die Kritik aus dem Ausland. "So eine Auseinandersetzung muss man durchstehen, sonst kann man sich vom Emissionshandel verabschieden", sagte er.
Sowohl inländische als auch ausländische Fluggesellschaften argumentierten mit Wettbewerbsnachteilen. "Das zeigt doch, dass das Instrument fair ist." Tatsächlich dürften gerade asiatische Airlines kein Problem mit den Auflagen haben, so Flasbarth. "Sie sind zuletzt stark gewachsen und haben darum neue, effizientere Maschinen angeschafft." US-Airlines mit älteren Flotten müssen dagegen mehr CO2-Zertifikate kaufen.

Teil 2: "Ohne Biokerosin wird es wohl nicht gehen"

  • FTD.de, 27.12.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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