Trotz des Arbeitsausstands auf dem Vorfeld herrscht geregelter Betrieb auf dem Frankfurter Flughafen. Die Airlines und der Betreiber haben sich gut vorbereitet. von Franziska Scheven, Hamburg
Das Chaos an Deutschlands größtem Flughafen bleibt aus - und das, obwohl etwa 200 Flugfeldkontrolleure ihre Arbeit niedergelegt haben, weil sie höhere Löhne vom Flughafenbetreiber Fraport verlangen. Der Flughafen schafft es, seinen Betrieb zu 70 Prozent aufrecht zu erhalten. Die Airlines und der Betreiber haben sich für den Arbeitsausstand gerüstet.
So hat hat Fraport zusätzliches Personal für das auf Flugvorfeld geschult. Ein Fraport-Sprecher sagte der FTD, dass Freiwillige die Arbeit der streikenden Vorfeldkontrolle größtenteils übernommen hätten. Zu ihnen zählen ehemalige Vorfeldlotsen, Kontrolleure die nicht in der GDF organisiert sind und Mitarbeiter aus dem operativen Management. Nach einem auffrischenden Training, kämen die Ersatzmitarbeiter dann zum Einsatz, hieß es. Rund 1300 Maschinen starten und landen normalerweise täglich in Frankfurt.
Fluggäste bittet der Betreiber, sich frühzeitig mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen. Im Transit kümmert sich Fraport mit Übernachtungsmöglichkeiten und Snacks um die Passagiere.
Lufthansa offeriert Bahntickets
Die Airlines haben sich ebenfalls vorbereitet. Lufthansa, die rund 200 Verbindungen streicht, bietet ihren Kunden kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an. Innerdeutsch reisende Fluggäste können ihr Ticket gegen eine Bahnkarte eintauschen - allerdings nur bis zum Wert des Flugtickets. Was darüber hinaus geht, muss der Passagier selbst aufbringen.
Air Berlin bietet ebenfalls an, den Flug kostenlose zu stornieren oder umbuchen zu lassen. Sollte ein Flug tatsächlich ausfallen, können wie bei Lufthansa auch Air Berlin Gäste auf Kosten der Airline auf den Zug umsteigen.
Schadensersatzangebote der Fluglinien sind nicht selbstverständlich. Airlines sind bei Streiks nicht verpflichtet, den Passagieren ihr Geld zurückzuzahlen oder anderweitig auszuhelfen. Laut EU-Verordnung müssen Passagiere bei Annullierung, Verspätung oder Überbuchung zwar entschädigt werden, aber nur wenn keine "außergewöhnlichen Umstände" der Grund dafür sind. Das wäre aber bei einem Streik der Fall.
Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.
Die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER schlägt Wellen. Die internationalen Flughäfen sind nicht nur dynamische Orte, sondern auch Großunternehmen. Kennen Sie sich gut mit Airports aus?
Zunächst eine Frage zum weltgrößten Flughafen. Derjenige mit dem größten Passagieraufkommen ist …
45 Schritte in die SelbstständigkeitNur wer gut vorbereitet ist, schafft einen erfolgreichen Unternehmensstart. Dieser Gründerfahrplan hilft, die größten Hinder- nisse auf dem Weg in die Selbstständig- keit schnell und sicher zu überwinden. mehr
FinanzierungSie sind an einer Gründungsfinanzierung interessiert? Oder möchten für Ihren Betrieb Fahrzeuge erwerben? Hier finden Existenzgründer und Unternehmer viele Wege zur passenden Finanzierung. mehr
SteuerrechnerEinkommen, Umsatz oder Abfindung: Wie viel bleibt am Ende übrig? Ermitteln Sie Ihre Steuerlast mit den Rechnern von impulse.de und steuerberaten.de. Von Gewerbe bis hin zu Erbschaftsteuer. mehr
Firmenwert ermittelnÜber- oder unterschätzt? Wie viel Sie erwarten können, wenn Sie Ihre Firma verkaufen, zeigt der Firmenwertrechner von impulse.de und Klein & Coll. - einfach und schnell durch die Eingabe weniger Zahlen. mehr
Verträge und VorlagenSie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Ihre E-Mail-Adresse bestätigen.
Klicken Sie bitte dazu den Aktivierungs-Link, den wir Ihnen
gerade per E-Mail an zugesendet haben.
Das schwache Geschäft der Stahlkonzerne ThyssenKrupp und Salzgitter macht endgültig die Hoffnungen zunichte, dass das Stahlgeschäft über das unvorhersehbare Auf und Ab der Branche hinweg ist. Im Gegenteil: Der Zyklus hat sich verkürzt. mehr
Die im deutschen Markt tätigen Industrieversicherer gerieren sich in ihrer Eigendarstellung gern als Partner ihrer Kunden in Versicherungs- und Risikomanagementfragen. Bei Großschäden hört die Freundschaft jedoch viel zu häufig auf. mehr
Das schwache Quartalsergebnis hat viel damit zu tun, dass es dem Institut nicht gelingt, die enorme Vertriebskraft mit elf Millionen Privatkunden in Wachstum umzumünzen. Das neue Anreizsystem für die Vertriebsmitarbeiter bringt noch nichts. mehr
Der Brandschutz sei noch nicht perfekt. Mit dieser Begründung wird der Start des Flughafens Berlin Brandenburg verschoben. Das klingt erstmal vernünftig - dabei ist die ganze Geschichte extrem peinlich. mehr
Opel plant, die Produktion des Astra aus Rüsselsheim abzuziehen. Die Belegschaft wehrt sich dagegen und bietet Lohnkompromisse an. Helfen wird beides wenig - der Autobauer leidet unter zu großen Schwächen. mehr
Der Hannoveraner Versicherungskonzern legt ordentliche Zahlen für das erste Quartal vor – eine wichtige Voraussetzung für den geplanten Gang auf das Parkett. Entscheidungen über den Zeitpunkt sind aber noch nicht getroffen worden. mehr
Anke Domaske ist Erfinderin der chemiefreien Milchfaser Qmilch. Bevor sie das erste Gramm verkaufen kann, muss sie einen Investor für die Produktionsanlage finden. So lief das erste Quartal der enable2start-Siegerin aus Hannover. mehr
Deutschlands zweitgrößte Landesbank stellt nach einem Gerichtsurteil und schwachem Quartal eine weitere Sparrunde in Aussicht. Dies trifft nicht nur die Problemtochter in Ungarn. mehr
Wann geht der BER in Betrieb? Zuletzt hieß es noch, im Oktober. Doch nach FTD-Recherchen ist auch dieses Datum unrealistisch. Von "schwerem Missmanagement" ist die Rede, der ganze Zeitplan ist völlig durcheinander. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!