Die Mitarbeiter auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens fordern höheren Lohn und dehnen ihren Arbeitsausstand immer weiter aus. Doch der Betreiber hat die Lage am Airport im Griff - und weigert sich hartnäckig zu zahlen.
Erstmals hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) die rund 200 Mitarbeiter auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens vergangene Woche zum Streik aufgerufen, jetzt verlängert sie sorgar bis Freitag: Die Beschäftigten sollen laut der Gewerkschaft die Arbeit bis Freitag um 23.00 Uhr niederlegen - ursprünglich sollte der Streik am Mittwochmorgen um 5 Uhr enden.
Derzeit seien rund 130.000 Passagiere am Flughafen gestrandet.
Ein Ende des Ausstands an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz ist nicht in Sicht: Die Flugzeugeinweiser und der Airport weichen im Tarifstreit keinen Millimeter von ihren Positionen ab. Laut dem Airport-Betreiber Fraport will die GdF bis zu 70 Prozent höhere Entgelte durchsetzen.
Fraport kommt nach eigenen Angaben allerdings immer besser mit den Folgen des Arbeitskampfs zurecht.
Die von dem Betreiber eigens geschulten Ersatz-Teams bekämen ihre Aufgaben als Vorfeldlotsen, Einweiser und Disponenten immer mehr in den Griff und entwickelten Routine. Ein Fraport-Sprecher sagte der FTD, dass Freiwillige die Arbeit der streikenden Vorfeldkontrolle größtenteils übernommen hätten.
Zu ihnen zählen ehemalige Vorfeldlotsen, Kontrolleure die nicht in der GDF organisiert sind und Mitarbeiter aus dem operativen Management. Nach einem auffrischenden Training, kämen die Ersatzmitarbeiter dann zum Einsatz, hieß es. Es würden auch laufend weitere Leute geschult, so dass man auch auf einen längeren Streik eingerichtet sei.
Am Dienstag, dem vierten Streiktag, fallen wohl nur noch 187 Flüge aus. Am Vortag waren es noch 240 am Montag. Mehr als 1000 Verbindungen, darunter alle Interkontinentalflüge, standen hingegen auf dem aktuellen Flugplan. Seit Streikbeginn am Donnerstag sind nach Flughafenangaben rund 750 Flüge ausgefallen.
"Natürlich wollen wir den Druck erhöhen", begründete GdF-Sprecher Matthias Maas am Dienstagmorgen die erneute Streikverlängerung. Der Flughafen-Betreiber Fraport solle an den Verhandlungstisch zurückkehren. Maas kritisierte zugleich den Einsatz der Ersatzleute. Eine zu kurze Einarbeitungszeit sei "fahrlässig und gefährlich". Er habe Zweifel, dass die Mitarbeiter alle berechtigten Lizenzen hätten.
Die Fraport forderte die GdF erneut auf, kompromissbereit an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das Unternehmen hatte einen Schlichterspruch des CDU-Politikers Ole von Beust abgelehnt, weil dieser das Gehaltsgefüge bei der Fraport gesprengt hätte. Das Unternehmen bezifferte seinen Umsatzverlust aus den beiden Streiktagen in der vergangenen Woche auf bis zu 4 Mio. Euro.
Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.
Die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER schlägt Wellen. Die internationalen Flughäfen sind nicht nur dynamische Orte, sondern auch Großunternehmen. Kennen Sie sich gut mit Airports aus?
Zunächst eine Frage zum weltgrößten Flughafen. Derjenige mit dem größten Passagieraufkommen ist …
45 Schritte in die SelbstständigkeitNur wer gut vorbereitet ist, schafft einen erfolgreichen Unternehmensstart. Dieser Gründerfahrplan hilft, die größten Hinder- nisse auf dem Weg in die Selbstständig- keit schnell und sicher zu überwinden. mehr
FinanzierungSie sind an einer Gründungsfinanzierung interessiert? Oder möchten für Ihren Betrieb Fahrzeuge erwerben? Hier finden Existenzgründer und Unternehmer viele Wege zur passenden Finanzierung. mehr
SteuerrechnerEinkommen, Umsatz oder Abfindung: Wie viel bleibt am Ende übrig? Ermitteln Sie Ihre Steuerlast mit den Rechnern von impulse.de und steuerberaten.de. Von Gewerbe bis hin zu Erbschaftsteuer. mehr
Firmenwert ermittelnÜber- oder unterschätzt? Wie viel Sie erwarten können, wenn Sie Ihre Firma verkaufen, zeigt der Firmenwertrechner von impulse.de und Klein & Coll. - einfach und schnell durch die Eingabe weniger Zahlen. mehr
Verträge und VorlagenSie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Ihre E-Mail-Adresse bestätigen.
Klicken Sie bitte dazu den Aktivierungs-Link, den wir Ihnen
gerade per E-Mail an zugesendet haben.
"Zum Handeln geschaffen" lautet Metros Motto. Der neue Konzernchef Olaf Koch scheint den Slogan wörtlich zu nehmen. Mit dem ersten großen Verkauf einer Tochter bricht er den Stillstand bei Metro auf. mehr
Das Gerede von der Abwanderung europäischer Unternehmen an billigere Standorte ist alles andere als neu. Aber wirklich gegangen ist kaum jemand. Denn China ist als Absatzmarkt viel zu wichtig. mehr
Eine Einheitskasse führt nicht zu mehr Gerechtigkeit, sondern zur Zweiklassenmedizin. Statt das duale Gesundheitssystem durch eine Bürgerversicherung zu ersetzen, sollten Menschen mit stabilem Einkommen verpflichtet werden, eine Rücklage für ihre medizinischen Kosten im Alter bilden. mehr
Das Stahlwerkefiasko in Amerika zeigt: Bei ThyssenKrupp versagen die Kontrollinstanzen. Das gilt sowohl für den Aufsichtsrat als auch für die Krupp-Stiftung. mehr
Soll die größte US-Bank zerschlagen werden? Die Größe einer Bank allein ist kein Makel. Der Fall zeigt aber, dass der Derivatehandel eine strengere Aufsicht braucht. mehr
Zahlt der Chef die Krankenzusatzpolice, verzichten Versicherer auf die Gesundheitsprüfung. Davon profitieren vor allem Angestellte mit Vorerkrankungen. Bei arbeitnehmerfinanzierten Modellen schauen die Anbieter aber wieder genauer hin. mehr
Ein Anteilspaket geht an den Industrieausrüster Andritz. Das Grazer Unternehmen kündigt ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre an. Für chinesische Interessenten gab es dagegen Absagen. mehr
Der Schweizer Josef Ackermann hat die Expansion der Deutschen Bank forciert. Bei seinem Abgang hinterlässt er alles andere als ein bestelltes Haus. FTD.de zeigt, was seine Nachfolger anpacken müssen. mehr
Graffs Start an der Hongkonger Börse diese Woche sollte der größte Börsengang des Jahres in Asien werden. Doch kurz zuvor macht der britische Edel-Juwelier einen Rückzieher: schlechtes Marktumfeld. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!