Die Flugbegleiter der Lufthansa beginnen ihren Streik am Freitag. "Der morgige Freitag wird der erste Tag sein, an dem konkret gestreikt wird", teilte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, bestätigte das gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Die genaue Uhrzeit des Streiks und die betroffenen Flughäfen würden erst sechs Stunden vorher bekanntgegeben. Sonst sei die Lufthansa in der Lage, dort während des Streiks mehr Personal einzusetzen, sagte Baublies. "Ob das ein, zwei oder drei Stationen sind, können wir auch noch nicht sagen."
Der Tarifstreit dauert bereits seit gut einem Jahr. In der Nacht zum Dienstag waren langwierige Verhandlungen gescheitert. Die Verhandlungspartner wiesen sich gegenseitig die Verantwortung für das Scheitern der Gespräche zu. Die Gewerkschaft Ufo organisiert nach eigenen Angaben die Mehrheit der rund 19.000 Flugbegleiter bei der Lufthansa. Bis auf einige Warnstreikaktionen im Jahr 2009 hat die Kabinenbelegschaft noch nie gestreikt, so dass laut Baublies ausreichende Mittel für einen längeren Arbeitskampf vorhanden seien.
Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen. Nach Ansicht des Managements hingegen sind Einschnitte nötig, da Billigfluggesellschaften der Lufthansa in Europa das Leben schwer machen und ihr auf den Fernstrecken Rivalen aus dem Nahen Osten Passagiere abluchsen. Die Airline legte deshalb ein Milliarden-Sparprogramm auf und verlangt, dass auch die Bord-Servicekräfte einen Beitrag leisten.