Ein Flugzeug des Reiseveranstalters TUI
Rund 150 Stellen in der Informationstechnik würden von Großbritannien nach Indien verlegt, sagte ein TUI-Sprecher am Dienstag. Der Reisekonzern hat in den vergangenen drei Jahren während der allgemeinen Branchenflaute nach eigenen Angaben bereits 500 Mio. Euro eingespart. "Wir glauben, dass noch etwas mehr drin ist und haben diese Programme verlängert", sagte der Sprecher.
Wie Vorstandschef Michael Frenzel in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital" mitteilte, sollen jetzt vor allem Kosten bei den Wartungsarbeiten der Fluggesellschaften, im gesamten Einkauf des Konzerns und in der Computertechnik gesenkt werden. Auch ein Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht ausgeschlossen. "Es gibt dafür aber keine konkreten Planungen", hieß es.
Wieviel von den zusätzlich zu bisherigen Sparpaketen beschlossenen Maßnahmen bereits in diesem Jahr umgesetzt werden sollten, könne er nicht sagen.
Zweistelliges Gewinnwachstum erwartet
Frenzel hatte auf der Bilanzpressekonferenz Mitte März ein zweistelliges Gewinnwachstum in der Sparte Touristik für 2005 in Aussicht gestellt. 2004 hatte TUI einen Reingewinn von 488 Mio. Euro erzielt, rund 80 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem in Großbritannien sind bereits weitreichende Einschnitte beschlossen worden, die den Abbau von 2000 Stellen bedeuten. Kürzlich waren auch weitere Sparmaßnahmen im TUI-Kernmarkt Deutschland bekannt geworden. Auch hier wird TUI-intern mit Stellenstreichungen gerechnet.