Gewinn gesteigert, Jahresprognose bekräftigt: Der Bonner Konzern profitiert vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Vor allem das Logistikgeschäft entpuppt sich einmal mehr als das Zugpferd des Erfolgs.
Der Aufschwung gibt der Deutschen Post Rückenwind: Der Bonner Konzern konnte im ersten Quartal Umsatz und operativen Ertrag deutlich steigern. Vor allem im Express- und Logistikgeschäft legte der Konzern zu. Die Post habe im ersten Quartal bei einem um 6,9 Prozent gestiegenen Umsatz von 12,8 Mrd. Euro einen operativen Gewinn (Ebit) von 629 Mio. Euro erzielt, teilten das Bonner Unternehmen mit. Im Vorjahresquartal zuvor waren es 512 Mio. Euro gewesen. Die Erwartungen des Marktes konnte die Post mit ihren Zahlen übertreffen. "Wir sind schwungvoll ins Jahr 2011 gestartet", sagte Konzernchef Frank Appel.
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der Konzern eine Wachstumstrategie ausgegeben, die das Logistikgeschäft in den Mittelpunkt rückte. Binnen fünf Jahren will die Post ihre Konkurrenten im Fracht- und Expressgeschäft sowie der Lager- und Lieferlogistik abhängen. Spätestens 2015 solle das Unternehmen die höchsten operativen Margen der Branche erreichen, hieß es im vergangenen November aus dem Konzern. Erreicht werden soll dies mit neuen Logistiklösungen für Technologieunternehmen sowie für die Energie- und Gesundheitsbranche.
Das angestrebte Umsatzwachstum soll ebenfalls vor allem von DHL eingefahren werden. Im Schnitt sollen die Umsätze ein bis zwei Prozentpunkte stärker wachsen als die jeweiligen Märkte.
Die Erträge des vergangenen Quartals legten auch wegen des von Appel eingeschlagenen Sparkurses rasanter zu als der Umsatz. Der Gewinn nach Anteilen Dritter, der im Vorjahresquartal noch von Bewertungseffekten von knapp 1,5 Mrd. Euro im Rahmen des Verkaufs der Postbank an die Deutsche Bank geprägt war, lag nun bei 325 Mio. Euro.
Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern: Appel erwartet für 2011 einen operativen Gewinn zwischen 2,2 und 2,4 Mrd. Euro. Dabei hält er auch an den Aussichten für das seit langem schwächelnde Briefgeschäft fest. In dem Geschätzssegment blieb zwar der Umsatz stabil, das Ebit fiel jedoch auf 373 Mio. Euro. Ende 2010 hatte die Post den elektronischen Brief eingeführt.
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