Rüdiger Grube lässt nochmal rechnen
Ein Bahn-Sprecher sagte auf Anfrage: "Es ist selbstverständlich, dass wir unsere Projektpartner regelmäßig informieren." Er betonte, es gehe um eine Fortschreibung der bestehenden Kostenkalkulation, deren Zusammenstellung für Partner aber Zeit in Anspruch nehme. Mit der jüngst erfolgten Vergabe der Aufträge für die zentralen Tunnelbauten im vorgegebenen Rahmen "haben wir bewiesen, dass wir die Kosten im Griff haben", so der Bahn-Sprecher.
Die derzeit gültige Kostenprognose für das gesamte Projekt liegt bei knapp 4,1 Mrd. Euro. Sie wurde in dem Schlichtungsverfahren mit Heiner Geißler noch einmal bekräftigt. Für mögliche Kostensteigerungen ist ein Deckel bei 4,526 Mrd. Euro vorgesehen. Die meisten Mittel stellt die Bahn mit fast 1,5 Mrd. Euro bereit, gefolgt vom Bund inklusive EU mit 1,23 Mrd. und dem Land Baden-Württemberg mit rund 824 Mio. Euro. Die übrigen Mittel stammen von der Stadt Stuttgart, dem Flughafen Stuttgart und dem Verband der Region Stuttgart.
Projektgegner gehen davon aus, dass die Obergrenze nicht gehalten werden kann. Zumal in der Schätzung der Bahn bislang pauschal erhebliche Einsparungen vorausgesetzt sind. Seit Projektbeginn musste die Kostenschätzung auch immer wieder nach oben korrigiert werden.