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07.12.2011, 16:31
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Verlustprognose der Iata:
Europas Airlines werden 2012 am stärksten leiden
Wie gut haben es die asiatischen Fluglinien. Sie dürften 2012 gut dastehen, sagt der Branchenverband Iata voraus. Europäische Fluglinien müssen sich dagegen auf massive Verluste gefasst machen.
von Jennifer Lachman Genf
Lufthansa, Air France-KLM und der International Airlines Group um
British Airways und Iberia steht ein hartes neues Jahr bevor. Der Weltluftfahrtverband Iata sagt Europas Fluggesellschaften für 2012 einen Verlust von insgesamt 600 Mio. Dollar voraus.
Kursinformationen und Charts
Bislang hatte die Organisation, die mehr als 240 Fluggesellschaften vertritt, noch mit einem kleinen Plus gerechnet. 2011 dürften die europäischen Fluglinien zusammen noch 1 Mrd. Dollar Gewinn einfahren, sagte Iata-Chef Tony Tyler am Mittwoch in Genf.
Doch im kommenden Jahr würden Europas Anbieter höhere Verluste einfahren als etwa ihre afrikanischen Wettbewerber. "Die Europäer werden 2012 am härtesten getroffen werden", sagte Brian Pearce, Chef-Ökonom der Organisation. Die Iata-Mitglieder teilen sich 84 Prozent des weltweiten Marktes.
Als Grund für den pessimistischen Ausblick führte die Iata neben der schwachen Konjunktur auch Ticket-Steuern an, wie sie etwa in Deutschland oder Großbritannien gelten. Vor allem in umkämpften Märkten können die Fluggesellschaften die Zulage nicht an die Kunden weitergeben, was ihre Margen drückt.
Ein Airbus der Lufthansa: Die Ticketsteuer und der Emissionshandel drücken die Margen
Für die Manager von Lufthansa und den Rivalen ist die Branchenprognose eine Hiobsbotschaft. Der Start in das Neue Jahr wird für die ohnehin margenschwache Industrie ohnehin schwierig werden. Ab Januar gilt in der Europäischen Union der Emissionshandel: Fluggesellschaften, die auf Airports innerhalb der EU starten und landen, müssen sich zum Schutz der Umwelt am CO2-Zertifikate-Handel beteiligen.
Allein Marktführer Lufthansa schätzt die jährlichen Kosten hierfür auf zwischen 150 Mio. und 350 Mio. Euro. Die Konzerne fürchten jedoch nicht nur die finanzielle Belastung, sondern auch die politischen Folgen: Wettbewerber aus Nicht-EU-Ländern, wie Nordamerika, China oder Indien protestieren gegen die Einbeziehung in den Emissionshandel - und drohen direkt oder indirekt mit Vergeltung, wie dem Entzug von Start- und Landerechten für europäische Fluggesellschaften.
Teil 2: US-Fluglinien dürften glimpflich davonkommen
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FTD.de, 07.12.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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