Für McDonald's brechen härtere Zeiten an. Im zweiten Quartal schrumpfte der Nettogewinn der weltgrößten Fastfood-Kette mit ihren 33.500 Restaurants im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 1,35 Mrd. Dollar. Der Umsatz des US-Konzerns aus Oak Brook in Illinois stagnierte bei 6,9 Mrd. Dollar.
Investoren reagierten enttäuscht. Im frühen New Yorker Handel fiel das McDonald's -Papier um etwa 3,5 Prozent. Analysten hatten mit einem leichten Wachstum des Burger-King -Rivalen gerechnet. In der Vergangenheit hatte McDonald's mit neuen Angeboten wie etwa Kaffee, Salaten und Kuchen Erfolge gefeiert.
Die Zeiten des Wachstums könnten jetzt erstmal zu Ende sein. Denn die Lage hat sich für das Unternehmen, das 60 Prozent seines Umsatzes außerhalb der nicht-amerikanischen Heimat macht, eingetrübt.
So spiegele sich in den aktuellen Ergebnissen die schwächere Weltkonjunktur wider, sagte Vorstandschef Don Thompson, der erst in diesem Monat die Führung des Unternehmens von seinem acht Jahre amtierenden Vorgänger Jim Skinner übernommen hatte. Auch erhöhte Investitionen in die Restaurants hätten das Ergebnis getrübt.
Thompson versucht derzeit, mit Spar-Menüs besonders kostenbewusste Amerikaner in die Filialen zu locken. Doch angesichts der noch immer schwierigen Lage der US-Wirtschaft gelingt ihm das nicht recht. In den Staaten stiegen die Verkäufe in länger als 13 Monate geöffneten McDonald's-Restaurants um 3,6 Prozent, was dem schwächsten Wachstum seit fünf Quartalen entsprach.
Auch außerhalb der USA läuft das Geschäft mau. Ein Grund ist nach Unternehmensangaben der erstarkte Dollar, der Einnahmen in anderen Währungen schmälert. Seit Jahresbeginn stieg der Dollar gegenüber dem Euro um 7,2 Prozent.
In Europa drückten die Sparprogramme in einzelnen Ländern wegen der Euro-Krise zusätzlich auf die Verkäufe, sagte Finanzvorstand Peter Bensen. Hinzu kämen höhere Rohstoffkosten in den USA - dort herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten - und ein schwächeres Wirtschaftswachstum in Asien.
In Japan beispielsweise liefen die Geschäfte zuletzt schlecht. Zufrieden war McDonald's dagegen mit den Verkäufen in China und Australien. In den asiatisch-pazifischen Ländern insgesamt habe es ein leichtes Wachstum der Verkäufe um 0,9 Prozent gegeben.
Im krisengeplagten in Europa gab es zuletzt einige wenige Ausreißer nach oben. Vergleichsweise stark sei das Geschäft in Großbritannien und Russland gelaufen sowie in Frankreich und Deutschland.