Eine Studie der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab, dass der Anteil von Bilanzfälschungen an den Wirtschaftsstraftaten 2009 auf 38 Prozent gestiegen ist. 2007 lag ihr Anteil noch bei 27 Prozent. Befragt wurden 3000 ranghohen Manager in 54 Ländern.
Die Entwicklung gehe einher mit dem unbedingten Versuch der Beschäftigten, ihre Leistungsziele zu erreichen und ihren Job zu behalten. Eine wichtige Rolle spiele auch der Zwang, Kapitalquellen zu erhalten oder zu erschließen. In einigen Unternehmen manipulierten Leute die Zahlen, um ihr Überleben zu sichern.
Rund 40 Prozent der von PwC befragten Unternehmen gab an, dass das Risiko von Bilanzfälschungen und anderen Wirtschaftsstraftaten wegen der Rezession gestiegen sei. Mehr als zwei Drittel räumten ein, dass stärkere Belastung oder größere Anreize das Risiko von Bilanzfälschungen erhöht haben. Der Personalabbau bei den Finanzabteilungen habe zudem die Möglichkeiten dafür erweitert.