Schlechte Stimmung
48,2 Prozent der befragten 598 Ärzte erwarten, dass ihre Praxis in einem halben Jahr schlechter dasteht als heute. Nur 8,8 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. 43 Prozent erwarten keine Änderung, ergab eine Studie der Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse im Auftrag der Stiftung Gesundheit. Ihre augenblickliche Lage bewerten 17,1 Prozent der Ärzte als gut, 24,4 Prozent dagegen als schlecht.
Klima-Index für Ärzte
Aus diesen Werten errechnete die Gesellschaft einen Medizinklimaindex, ähnlich dem Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Dieser Index bildet sich aus dem Mittelwerten der Salden aus Positiv- und Negativbeurteilungen der gegenwärtigen Situation und der Zukunft - für die Medizin ein Wert von minus 23,3. Damit sind die Ärzte deutlich pessimistischer als Vertreter anderer Branchen. Das Ifo-Institut ermittelte dort Werte zwischen minus 15,7 für das Bauhauptgewerbe und 18,6 für das verarbeitende Gewerbe.
Im Rahmen einer noch nicht veröffentlichten Studie analysierte die Stiftung Gesundheit außerdem, dass niedergelassene Ärzte rund 65 Prozent ihres Umsatzes mit Leistungen für gesetzliche Krankenkassen erwirtschaften, 20 Prozent mit Privatpatienten. Fünf Prozent entfallen auf Selbstzahlerleistungen.