Angst vor Wechselkurs
Auch führende Währungsanalysten erwarten laut einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsdiensts Bloomberg für das kommende Jahr im Schnitt ein weiteres Absinken des Kurses um 7,1 Prozent. Die horrende Neuverschuldung, steigende Arbeitslosigkeit und die milliardenschweren Staatsausgaben ließen keine andere Prognose zu, argumentieren die Experten.
"Es wird seine Zeit brauchen, bis der massive Dollar-Überhang an den Devisenmärkten abgebaut ist", sagt Callum Henderson von Standard Chartered in Singapur. "Der Dollar bleibt schwach, solange die Notenbank Fed ihre Zinsen nicht über jene anderer Notenbanken anhebt." Und Volker Treier, der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, prophezeit: "Die Ungleichgewichte sind so stark, dass niemand eine schnelle Erholung des Dollar erwartet."
Diese Einschätzung wird in den meisten Chefetagen geteilt. So rechnen 45 Prozent der bereits in Amerika angesiedelten deutschen Unternehmen laut einer Umfrage der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern mit einem anhaltenden Verfall des Dollar-Kurses, während nur 18 Prozent der Firmen eine Erholung des Greenback erwarten. Und für 73 Prozent ist der Wechselkurs das größte Risiko im Geschäft zwischen Deutschland und den USA.