Die Eon-Ruhrgas-Repräsentanz in Moskau
An langfristigen Förderrechten interessiertFür diese Zeit will sich Eon Ruhrgas wappnen, am liebsten in die Erschließung der Felder einsteigen und sich langfristige Förderrechte sichern. "Wir versuchen, eigene Beteiligungen an Gasfeldern zu bekommen", bestätigt Andreas Reichel, Sprecher von Eon Ruhrgas. Nur so, glaubt man bei dem deutschen Konzern, lässt sich verhindern, vollständig von den Launen des russischen Marktmonopolisten abhängig zu sein.
Die russische Seite verfolgt die Pläne der Deutschen durchaus mit Interesse. Denn im fernen Sibirien wissen sie, dass selbst die riesigen Reserven von Urengoj irgendwann erschöpft sein werden. Um neue Vorkommen anzuzapfen, müssen sie in tieferen Gesteinsschichten bohren. Außerdem müssen sie neue Förderstätten suchen, weiter im Norden, auf der Jamal-Halbinsel, wo es noch unwirtlicher ist. Aber dafür braucht Moskau viel Geld und technisches Know-how.