Aktienkauf im großen Stil:Klatten hält knapp 64 Prozent an Altana
Mehrheitsaktionärin Susanne Klatten baut ihre Beteiligung an Altana in großen Schritten aus: Die Quandt-Erbin hat sich über eine Holding knapp 19 Millionen weitere Aktien des Spezialchemieunternehmens gesichert.
Aus mehreren Pflichtmitteilungen von Altana geht hervor, dass Susanne Klatten über ihre Holding Skion am 6. und 7. November rund 18,6 Millionen Aktien für 241 Mio. Euro erworben hat. Nach Angaben eines Skion-Sprechers vom Mittwoch hält Klatten damit über ihre Beteiligungsgesellschaft inzwischen 63,3 Prozent an Altana. Zuletzt hatte sie 50,1 Prozent genannt.
Bei den Aktienzukäufen zahlte sie jeweils einige Cent weniger als die 13 Euro je Aktie, die sie den Aktionären bei der geplanten Komplettübernahme von Altana bieten will. Klatten will das Unternehmen von der Börse nehmen. Das würde sie rund 910 Mio. Euro kosten. Am Mittwoch lag die Altana-Aktie leicht im Plus.
Altana hat unter der Aufsicht von Klatten einen massiven Konzernumbau hinter sich. Nach herben Entwicklungsrückschlägen war das ganze Arzneimittelgeschäft für 4,7 Mrd. Euro an die dänische Nycomed verkauft worden. Dafür hatte Klatten, die zusammen mit ihrer Familie auch große Aktienpakete von BMW hält, eine Milliardendividende erhalten. Altana konzentriert sich seitdem ganz auf das Spezialchemiegeschäft. Die Industriellenfamilie Quandt, der Klatten entstammt, hatte Altana einst aus ihrem Batterie-Konzern Varta herausgelöst und 1977 an die Börse gebracht.
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