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08.10.2010, 10:47
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Andere Strategie:
VW startet im Rennsport durch
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2010 ddp
Exklusiv
Der Autobauer steht vor einer gravierenden Neuordnung seines Motorsport-Engagements: Es gibt Überlegungen, die Marke Volkswagen bei der US-Rennserie Nascar starten zu lassen - auch ein Einsatz von Audi in der Formel 1 steht zur Debatte. Eine Analyse.
von Margret Hucko,
Gregor Haake Hamburg,
Heimo Fischer Stuttgart
und Matthias Ruch, New York
"Wir versuchen gerade eine langfristige Strategie mit den anderen Marken zu erarbeiten", sagte ein
Porsche -Sprecher. Ernst zu nehmende Pläne gibt es für einen Formel-1-Einsatz von Porsche oder Audi. Die Marke Volkswagen prüft einen Start in der US-Rennserie Nascar sowie beim World Rally Championship (WRC), heißt es in Unternehmenskreisen. Die Wolfsburger streben eine schnelle Entscheidung an: "Es wird Zeit, dass wir eine Lösung finden", so ein Konzerninsider. Nach FTD-Informationen kommt Anfang November der
VW -Vorstand mit Motorsportdirektor Kris Nissen zusammen, um über die Aktivitäten zu beraten.
Die Neuausrichtung des Motorsports ist vor allem durch die Integration der Marke Porsche nötig geworden. Porsche-Chef Matthias Müller hatte kritisiert, dass beim legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans Porsche Privatteams gegen die Rennwagen von Audi antreten. "Wir wollen uns aber nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Das ist einfach nicht lustig", sagte Müller erst letzte Woche am Rande des Automobilsalons in Paris. "Wir müssen deshalb darüber diskutieren, ob es nicht sinnvoller ist, wenn eine der beiden Marken in Le Mans startet und die andere in der Formel1."
Rennfahrerin Jutta Kleinschmidt unterwegs im Race-Touareg bei der Wüstenrallye Dakar im Jahr 2004
Mit einer neuen Motorsportstrategie plant der VW-Konzern, gezielt das Profil der Konzerntöchter zu schärfen und die Präsenz auf einzelnen Märkten auszubauen. Dabei lauern aber Risiken. Verliert die eigene Marke ein Rennen oder gibt es beim Renneinsatz Tote, schadet das dem Image. Darüber wird auch im Konzern kontrovers diskutiert.
"Es gibt bei uns zwei Fraktionen", heißt es bei Porsche. Die eine Seite findet, dass Sportwagenrennen wie in Le Mans besser zur Marke passen. Sie fragen sich, warum Porsche in der Formel1 gegen eine Getränkemarke wie Red Bull antreten soll." Andere betonen das glamouröse Image der Formel1 und den damit verbundenen Werbeeffekt. "Viele Fahrer des 911 finden das sehr attraktiv", glauben diese.
Als Negativbeispiel für missglücktes Rennsportmarketing gilt derzeit Mercedes.
Daimler -Chef
Dieter Zetsche warnte im Februar, dass Mercedes nicht in der Formel 1 bleiben müsse, wenn das Geld woanders effektiver angelegt werden könnte. Daimler hält seit Ende vergangenen Jahres die Mehrheit am Team Mercedes GP.
Teil 2: Negativbeispiel Mercedes
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Aus der FTD vom 08.10.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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