Ob das die Vision für Städte im Jahr 2046 ist? Autos sind hier beim Aufbau des Messestands von Michelin in Detroit Ende vergangener Woche noch keine zu sehen
Mit den neuen Prognosen für 2012 wird offensichtlich, dass sich die Autobranche in Europa in zwei Klassen teilt. Global agierende Hersteller können regionale Einbrüche in anderen Regionen kompensieren. Wenn nun der Absatz in Europa schrumpft, verkaufen sie dafür mehr Fahrzeuge nach Asien und Amerika.
Düster ist der Ausblick dagegen für Hersteller wie PSA Peugeot Citroën aus Frankreich, die stark von Europa abhängig sind. PSA hat die eigene Prognose für dieses Jahr bereits nach unten korrigiert und sieht sich gezwungen, die Produktion zu drosseln. 6000 Stellen werden gestrichen. Ähnlich heikel sind die Aussichten für die Rivalen Renault und Fiat.
Für die Märkte in Asien und den USA sind die Aussichten dagegen weiter gut. Die deutschen Hersteller geben sich daher mit Ausnahme von Opel gelassen. "Wir haben Grund zu vorsichtigem Optimismus für das gerade begonnene Autojahr", sagte Matthias Wissmann, Chef des Branchenverbands VDA im Vorfeld der Automesse in Detroit. "Die wichtigen Märkte in den USA und in den Schwellenländern werden weiter wachsen. Dort sind wir sehr gut positioniert."
Experten erwarten für China und die USA ein Plus von je fünf bis zehn Prozent. 2011 war der US-Absatz um zehn Prozent auf 12,8 Millionen Fahrzeuge gewachsen. In diesem Jahr könnte das Volumen auf bis zu 14 Millionen steigen. Damit zählt Nordamerika weiter zu den wichtigsten Autoregionen der Welt.