Ausbau der US-Produktion:BMW schickt mehr Geld nach Spartanburg
Amerika ist für den Premium-Hersteller extrem wichtig. Experten trauen dem US-Automarkt in diesem Jahr ein passables Wachstum zu. Grund genug für BMW, die Fabrik in South Carolina zu erweitern.
BMW investiert kräftig in den Ausbau seiner Fabrik in den USA. Die Kapazitäten sollen deutlich erweitert werden, teilte der Autobauer am Donnerstag in München mit.
Automesse
BMW-Angreifer und deutsche Schönheiten in Detroit
"Wir werden rund 900 Mio. Dollar in das Werk Spartanburg bis 2014 investieren und bis Ende des laufenden Jahres 300 neue Arbeitsplätze schaffen", sagte Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt.
BMW reagiere damit auf die wachsende Nachfrage. In dem Werk mit derzeit rund 7000 Mitarbeitern produzieren die Münchner die Geländewagen X3, X5 und X6. Künftig soll die Reihe um den X4 ergänzt werden - wann, lässt BMW offen.
Langfristig sollen in der Fabrik jährlich bis zu 350.000 Fahrzeuge gefertigt werden können. 2011 baute BMW in dem 1994 eröffneten Werk im Bundesstaat South Carolina 276.065 Autos.
Die USA sind für den Münchner Oberklasse-Hersteller der größte Absatzmarkt. Teure Geländewagen sind dort besonders gefragt. Die deutschen Hersteller hatten auf der Branchenmesse in Detroit Anfang der Woche zum Angriff auf den wieder erstarkenden US-Markt geblasen, in der Hoffnung, dort Schwächen in Europa ausgleichen zu können.
Wie BMW investieren auch die Konkurrenten kräftig: Die Ingolstädter VW-Tochter Audi will 13 Mrd. Euro bis 2016 in Standorte und Neuentwicklungen stecken, davon 8 Mrd. Euro in die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm.
Daimlers Sachinvestitionen belaufen sich in den Jahren 2011 und 2012 auf mehr als 10 Mrd. Euro. Davon entfallen üblicherweise rund 60 Prozent auf die Oberklasse-Sparte Mercedes-Benz Pkw.
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