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Durch die Beteiligung an SGL will VW die Kompetenz des Konzerns im Leichtbau ausbauen. Volkswagens Premiummarke Audi setzte bei Luxuslimousinen früh auf Aluminium-Karosserien, drohte aber durch die allgemeine Karbon-Euphorie in der Branche ins Abseits zu geraten.
SGL steigert Umsatz deutlich
Der im
MDAX notierte Wiesbadener Grafitspezialist SGL Carbon legte am Donnerstag Quartalszahlen vor und bekräftigte nach deutlichen Zuwächsen im ersten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr. Dank anziehender Geschäfte vor allem mit der Solar-, Halbleiter- und LED-Industrie stieg der Umsatz von Januar bis März um 20 Prozent auf 363,8 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schoss um 40 Prozent auf 36,3 Mio. in die Höhe. Unter dem Strich verbesserte SGL das Ergebnis um 60 Prozent auf 14,9 Mio. Euro.
Konzernchef Robert Koehler sprach von einem starken Start ins Geschäftsjahr. "Wir bestätigen unseren Ausblick für dieses Jahr und erwarten ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent und ein Ebit zwischen 150 Mio. Euro und 165 Mio. Euro."
Ende März hielt VW bereits 9,9 Prozent an SGL Carbon, wie aus der Präsentation der Wolfsburger zu ihren Geschäftszahlen am Vortag hervorging. Erst Anfang vergangenen Monats hatte der Autobauer eine Beteiligung in Höhe von 8,18 Prozent an SGL bekannt gegeben - innerhalb von nur vier Wochen hat der Konzern aus Wolfsburg den Anteil also weiter aufgestockt.
VW hatte mit dem Einstieg bei SGL den Wettbewerber
BMW düpiert. BMW hat über die Großaktionärin Susanne Klatten Zugriff auf SGL, deren Investmentfirma Skion mit 22 Prozent den Hauptanteil an SGL hält. Skion drohte nach dem Einstieg von VW, notfalls den Anteil an SGL auf eine Sperrminorität von 25 Prozent auszubauen.