Wegen der Euro-Schuldenkrise erwartet Porsche im nächsten Jahr eine schwierige Phase für die europäische Automobilindustrie.
"Wir müssen uns darauf einstellen", sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Staatsschuldenkrise in Europa wirke sich negativ auf die Wirtschaft aus. "Es gibt eindeutige Indikatoren dazu aus anderen Branchen", sagte Müller.
Ein großer Teil der Erträge fließe wieder ins Unternehmen. "Wir haben erhebliche Investitionen zu tätigen", sagte der seit knapp zwei Jahren amtierende Vorstandschef. "In den letzten Jahren ist unter anderem vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise ein Investitionsstau entstanden, den wir derzeit abarbeiten. Bis 2018 investieren wir in alle unsere Standorte, in Summe wird das mehr als 1 Mrd. Euro sein."
Kürzlich hatte das Unternehmen glänzende Halbjahreszahlen vorgelegt. Mit dem Rekordwert von 68.940 Autos haben die Zuffenhausener gut ein Fünftel mehr verkauft als im Vorjahreshalbjahr und den Umsatz um 30 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro erhöht.
Vorwürfe, beim Übergang zum integrierten Volkswagen-Konzern seien unredlich Steuern gespart worden, wies Müller zurück. "Ab August 2014 hätte der integrierte Automobilkonzern ohne eine Nachversteuerung der Ausgliederung aus dem Jahr 2007 geschaffen werden können", sagte der Porsche-Chef.