Der Autobauer Daimler hat im Auftaktquartal aus seinem Absatzrekord bei Mercedes-Benz-PKW und Umsatzzuwächsen bei LKW Kapital geschlagen. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte gegen die Erwartungen am Finanzmarkt in den Monaten Januar bis März um fünf Prozent auf 2,13 Mrd. Euro. Das teilte der Stuttgarter Konzern am Freitag mit. Der Umsatz legte stärker als von den Analysten erwartet um neun Prozent auf 27,01 Mrd. Euro zu.
"Wir liegen im Plan, sowohl unsere Ziele in diesem Jahr als auch unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen", sagte Konzern-Chef Dieter Zetsche. Die Gewinnsteigerung sei gelungen, obwohl Daimler höhere Kosten für die Entwicklung und Markteinführung neuer PKW- und LKW-Modelle sowie verbrauchsärmerer Antriebe schultern musste.
Die Kernsparte und Ertragsperle Mercedes-Benz-PKW lieferte im ersten Quartal mit 338.300 Fahrzeugen neun Prozent mehr aus, allerdings sank die Umsatzrendite auf 8,4 von 9,3 Prozent im Vorjahr. Daimler Trucks setzte in den Monaten Januar bis Februar mit 107.700 Lkw ein Fünftel mehr ab, die Umsatzrendite sank ebenfalls auf 5,2 von 6,6 Prozent vor Jahresfrist.
Auch der schärfste Nutzfahrzeug-Konkurrent Volvo hatte zu Jahresbeginn mehr verkauft, während Scania weniger LKW auslieferte. Schwächer als im Vorjahr entwickelten sich die kleineren Daimler-Sparten Transporter und Busse, da die Nachfrage vor allem in Europa sank.
Daimler bekräftigte zugleich seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr: Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn soll mit 9 Mrd. Euro wieder das Rekordniveau des Jahres 2011 erreichen. Absatz und Umsatz sollen mit Rückenwind durch den PKW-Boom in Schwellenländern wie China und durch die weitere Erholung der Nutzfahrzeug-Nachfrage in Nordamerika die Bestmarken des Jahres 2001 übertreffen. Europas Marktführer VW, zu dem auch der direkte Daimler-Konkurrent Audi gehört, hatte ebenfalls ein kräftiges Gewinnwachstum im ersten Quartal gemeldet.