Der Baukonzern atmet auf: Die EU-Kommission genehmigte die Übernahme der österreichischen Gruppe. Allerdings muss Bilfinger Berger Teile der MCE verkaufen - und damit auf Millionen verzichten.
Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger kann die österreichische MCE-Gruppe übernehmen. Die Europäische Kommission habe das Anfang Oktober in Angriff genommene Vorhaben nun kartellrechtlich genehmigt, teilte das Unternehmen am Samstag in Mannheim mit.
Bilfinger Berger habe sich jedoch bereiterklären müssen, einen Teil der Aktivitäten der MCE im Hochdruckrohrleitungsbau zu verkaufen. Dieser umfasse einen Umsatz von rund 36 Mio. Euro. Der MCE-Gesamtumsatz belaufe sich auf rund 900 Mio. Euro. Der Kaufpreis für den Industrie- und Kraftwerksdienstleister mit Sitz in Linz betrage 350 Mio. Euro.
Bilfinger Berger baue mit der Firmenübernahme sein Dienstleistungsgeschäft weiter aus, sagte ein Unternehmenssprecher. Das Dienstleistungsgeschäft sei seit Jahren das margenstarke Wachstumsfeld des Konzerns. Im kommenden Geschäftsjahr würden auf Dienstleistungen erstmals mehr als 50 Prozent der Konzernleistung entfallen.
MCE beschäftigt den Angaben zufolge 6500 Mitarbeiter. 2008 hatte das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 45 Mio. Euro ausgewiesen. Bilfinger Berger beschäftigt weltweit rund 60.000 Mitarbeiter, der jährliche Umsatz liegt Unternehmensangaben zufolge bei mehr als 10 Mrd. Euro.
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