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Merken   Drucken   29.04.2011, 18:23 Schriftgröße: AAA

Boom der Autobranche: Porsche SE kommt raus aus den Schulden

Die missglückte VW-Übernahme der Holding ist knapp zwei Jahre her und in finanzieller Hinsicht wohl bald überwunden: Das erste Quartal bringt der Gesellschaft satte Gewinne ein. Dank Rekordzahlen der Beteiligungen schrumpft der Schuldenberg.
Die Porsche Automobil Holding SE hat im Auftaktquartal einen dreistelligen Millionengewinn verbucht und sich nach der jüngsten Kapitalspritze weitgehend entschuldet. Das Ergebnis nach Steuern habe sich in den Monaten Januar bis März auf 691 Mio. Euro belaufen, teilte die Porsche Holding mit. In der börsennotierten Gesellschaft sind Anteile am Porsche -Fahrzeuggeschäft und am Volkswagen -Konzern gebündelt. Einen Vergleichswert für das Vorjahr nannte die Porsche Holding nicht.
Porsche und VW ziehen die Porsche SE mit guten Zahlen gemeinsam aus ...   Porsche und VW ziehen die Porsche SE mit guten Zahlen gemeinsam aus den Schulden
Die Porsche SE war nach langer Durststrecke wegen des verlorenen Übernahmekampfs mit VW erst im Rumpfgeschäftsjahr 2010 (1. August bis 31. Dezember) in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Unter dem Strich stand ein Plus von 1,3 Mrd. Euro. In den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren hatten die Schwaben tiefrote Zahlen geschrieben.
Zu dem Überschuss zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres hätten vor allem die Gewinnanteile der Beteiligungen beigetragen, die sich im ersten Quartal auf 606 Mio. Euro beliefen, teilte die Holding mit. Die Ende März noch bei minus 6,7 Mrd. Euro liegende Nettoliquidität sei im Zuge der Platzierung neuer Aktien im April auf minus 1,8 gesunken, da Bankschulden inzwischen getilgt wurden.
Durch die voraussichtliche Dividendenzahlung von VW wird die Porsche Holding nach der Hauptversammlung der Wolfsburger in der kommenden Woche knapp 330 Mio. Euro einsammeln, womit die Nettoliquidität auf rund minus 1,5 Mrd. Euro sinken wird. Durch die Tilgung muss die Porsche SE künftig wesentlich weniger Geld für Zinszahlungen aufwenden.
Der Absatz der Porsche AG stieg im ersten Quartal auf 23.400 Fahrzeuge, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 10,1 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro, das operative Ergebnis legte auf 496 Mio. Euro zu. Der Konzern weist damit weiterhin eine zweistellige operative Umsatzrendite aus.
Der Volkswagen Konzern setzte in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres rund zwei Millionen Fahrzeuge ab und steigerte sich damit im Vorjahresvergleich um 19,3 Prozent. Die Umsatzerlöse legten um 30,8 Prozent auf 37,5 Mrd. Euro zu, das operative Ergebnis stieg auf 2,9 Mrd. Euro.
02:08:40 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Porsche 41,47 EUR   -0,60%  -0.25
Volkswagen 130,55 EUR   -2,90%  -3.9
  • FTD.de, 29.04.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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