Porsche und VW ziehen die Porsche SE mit guten Zahlen gemeinsam aus den Schulden
Die Porsche SE war nach langer Durststrecke wegen des verlorenen Übernahmekampfs mit VW erst im Rumpfgeschäftsjahr 2010 (1. August bis 31. Dezember) in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Unter dem Strich stand ein Plus von 1,3 Mrd. Euro. In den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren hatten die Schwaben tiefrote Zahlen geschrieben.
Zu dem Überschuss zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres hätten vor allem die Gewinnanteile der Beteiligungen beigetragen, die sich im ersten Quartal auf 606 Mio. Euro beliefen, teilte die Holding mit. Die Ende März noch bei minus 6,7 Mrd. Euro liegende Nettoliquidität sei im Zuge der Platzierung neuer Aktien im April auf minus 1,8 gesunken, da Bankschulden inzwischen getilgt wurden.
Durch die voraussichtliche Dividendenzahlung von VW wird die Porsche Holding nach der Hauptversammlung der Wolfsburger in der kommenden Woche knapp 330 Mio. Euro einsammeln, womit die Nettoliquidität auf rund minus 1,5 Mrd. Euro sinken wird. Durch die Tilgung muss die Porsche SE künftig wesentlich weniger Geld für Zinszahlungen aufwenden.