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Die RAG-Stiftung, die selbst starkem politischen Einfluss ausgesetzt ist, kontrolliert über einen Anteil von 74,99 Prozent den Mischkonzern Evonik, dessen Umsatz von zuletzt gut 13 Mrd. Euro sich zum Großteil aus dem einst eigenständigen Chemiekonzern Degussa speist. Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess, ein Spezialist für Polymerprodukte, kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 4,6 Mrd. Euro, hat aber keinen strategischen Großaktionär.
Heitmann betonte, dass er Lanxess grundsätzlich ohne Großfusionen weiterentwickeln wolle. "Eine wirklich große Transaktion oder eine Fusion zum Beispiel sehe ich aktuell nicht. Wir haben alleine genügend Wachstumschancen", sagte Heitmann. "Mein Vater hat immer gesagt: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Dies gilt auch für Lanxess. Deshalb werden wir darauf achten, dass wir uns nicht übernehmen."
Den Zukauf eines Unternehmens oder Geschäfts mit einem Umsatz von bis zu 1 Mrd. Euro hält er für verkraftbar. Entsprechend sondiere er auch den Markt. "Aber es muss halt das Richtige dabei sein, und solange bleiben wir diszipliniert." Im vergangenen Jahr hatte die ehemalige
Bayer -Tochter sich um den belgischen Wettbewerber Taminco bemüht, war aber ausgestiegen, weil ihr der Preis zu hoch schien. Ob er aus eigener Kraft im laufenden Jahr seinen Gewinn steigern kann, weiß Axel Heitmann noch nicht. "Für eine derartige Aussage ist das wirtschaftliche Umfeld nicht stark genug", sagte der Vorstandschef.