Der Chemiekonzern BASF strafft sein Farben-Geschäft und trennt sich gleich von mehreren Aktivitäten. BASF werde die Geschäfte mit Baufarben der Tochter Relius in Deutschland und Frankreich abgeben. Käufer sei die in Aschaffenburg ansässige Farben-Firma Prosol verkaufen, teilte der Konzern am Donnerstag an. Dazu gehörten auch Putze, Lacke und Lasuren für den Bau. Den Kaufpreis nannte BASF nicht. Der Konzern will die Transaktion bis Ende November unter Dach und Fach bringen. Nicht eingeschlossen sei das Baufarben-Geschäft in den Niederlanden, das aber auch auf der Verkaufsliste stehe. Die Verhandlungen hierzu liefen noch, sagte ein Sprecher. Alle drei Teilgeschäfte zusammen kamen zuletzt auf einen Jahresumsatz in der Größenordnung von 80 Mio. Euro.
Zu den an Prosol gehenden Aktivitäten gehört ein Standort im bayerischen Memmingen und 30 Vertriebsstützpunkte in Deutschland und Frankreich. Die rund 350 Beschäftigten werden BASF zufolge von Prosol übernommen. Das Industrielack-Geschäft von Relius stehe nicht zum Verkauf. BASF erwirtschaftete in seinem Geschäftsbereich Coatings mit Fahrzeug-, Autoreparatur- und Industrielacken sowie Baufarben derzeit weltweit einen Jahresumsatz von 2,8 Mrd. Euro.