Ein Chrysler Dodge Caliber
Das "Wall Street Journal" berichtete am Dienstag, Chrysler wolle künftig in den Werken mindestens drei Fahrzeug-Typen statt wie bisher eine Modellreihe bauen. Durch die höhere Flexibilität steige die Auslastung der Werke, was angesichts der kapitalintensiven Fahrzeugproduktion die Rentabilität erhöhe.
Von dem neuen Produktionsprogramm verspreche sich Chrysler Einsparungen von mehreren Milliarden Dollar, berichtete die Zeitung unter Berufung auf den stellvertretenden Produktionschef von Chrysler, Frank Ewasyshyn. Starten soll das neue Produktionskonzept der Zeitung zufolge im Herbst im Chrysler-Werk in Belvidere im US-Bundesstaat Illinois, das zu den verlustreichsten Produktionsstätten des Fahrzeugherstellers zähle. Die anderen zwölf Werke in Nordamerika sollen folgen. Bei
DaimlerChrysler war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu erhalten.
GM und Ford kündigen Senkung der Listenpreise an
Die US-Autohersteller General Motors und Ford kündigten unterdessen eine Senkung ihrer Listenpreise und bessere Ausstattungen vieler Automodelle an, um die Verkäufe anzukurbeln. Bei Chrysler sollen Rabattprogramme verlängert werden, wie aus Kreisen verlautete, die mit diesen Plänen vertraut sind.
Auf dem US-Markt läuft schon seit Monaten eine Rabattschlacht, mit der sich die einheimischen Unternehmen vor allem gegen die japanische Konkurrenz zur Wehr setzen. Unternehmen wie Toyota haben ihren Marktanteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Der Preiskrieg sowie hohe Fertigungskosten haben bei den US-Unternehmen zu deutlichen Gewinneinbrüchen geführt.