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16.02.2011, 17:54
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Daimler-Ausblick für 2011:
Mercedes fürchtet Schwächeanfall
Die Autos mit dem Stern sind das wichtigste Geschäft für Daimler. Ausgerechnet die Kernmarke könnte künftig etwas weniger Gewinn abwerfen als jetzt, warnt das Management. Im DAX ist die Daimler-Aktie das Schlusslicht.
von Annette Berger
Nach dem glänzenden Jahr 2010 plagen das
Daimler -Management schon wieder Zukunftssorgen - wenn auch noch auf hohem Niveau. Finanzchef Bodo Uebber warnte am Mittwoch bei der Präsentation des Jahresergebnisses, in diesem Jahr könne die Ertragskraft in der Pkw-Sparte sinken.
"Wir werden uns anstrengen, dass wir keinen Knick bei der Rendite von Mercedes-Benz in 2011 haben werden", sagte Uebber, dessen Vertrag am Dienstag vom Aufsichtsrat um drei Jahre bis Ende 2014 verlängert worden war, und fügte hinzu: "Ausgeschlossen ist das aber nicht."
Nach dem Comeback 2010 wird es dieses Jahr etwas schwieriger für Daimler-Chef Zetsche
Daimler hatte am Morgen sein detailliertes Zahlenwerk für 2010 vorgelegt. Bis zum frühen Nachmittag war die Aktie des Stuttgarter Herstellers bei hohen Umsätzen mit einem Minus von 3,3 Prozent größter Verlierer im DAX. Zeitweise brach das Papier 4,3 Prozent ein. Viele Anleger machten vermutlich auch Kasse und sicherten sich ihre Gewinne. Denn das Papier legte seit Anfang 2010 kräftig zu - den Kursrückgang eingerechnet um mehr als 46 Prozent.
Die Mercedes-Benz-Pkw liefern dem Konzern rund die Hälfte des Umsatzes und einen Großteil des Gewinns. Zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern trägt die Kernmarke rund zwei Drittel bei.
Schon zu Jahresende sank in dieser Sparte die Rendite, rechnete Analyst Frank Schwope von der NordLB vor. Die Ebit-Marge habe dort nach den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres bei 8,9 gelegen. Für das Gesamtjahr gab Daimler diesen Wert nun mit 8,7 an. Schon im Frühjahr 2010 hatte das Daimler-Management bei einer Investorenkonferenz in China gewarnt: Die Mercedes-Benz-Marge werde sinken.
Ab dem übernächsten Jahr soll die Sparte nach Planung des Managements nachhaltig eine operative Rendite von zehn Prozent abwerfen. Bis dahin dauert es noch eine Zeit. Aktuell ist dieser Wert nicht zu erreichen - auch weil Daimler nach eigenen Angaben viel Geld für neue Fahrzeuge und umweltschonendere Antriebe ausgibt. In der Pkw-Sparte seien im vergangenen Jahr 3,1 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung investiert worden - und damit 400 Mio. Euro mehr als 2009, heißt es in der detaillierten Aufschlüsselung der 2010er-Zahlen.
Ob solche Investitionen Sinn machen oder nicht, interessierte die Börse an diesem Tag nicht. Viele hätten bei der Pkw-Marge "mit einer neun vor dem Komma" im Gesamtjahr gerechnet, sagte ein Händler, der das Jahresergebnis als enttäuschend bezeichnete. Enttäuschend auch deshalb, weil sich der Benz in China prima verkauft. Daimler hätte noch mehr vom China-Geschäft profitieren könne, so die Kritiker.
Teil 2: Fragezeichen hinter China
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FTD.de, 16.02.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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