Für Mixgetränke aus Schnaps und Limonade gilt ab sofort eine Sondersteuer
Der Antrag sei bereits in der vergangenen Woche in Karlsruhe eingereicht worden, sagte ein Sprecher von Diageo Deutschland am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.
Diageo vertreibt unter anderem "Smirnoff Ice", ein Mixgetränk auf der Basis von Wodka. Mit dem Antrag solle erreicht werden, dass unter anderem die Sonderabgabe auf Alcopops, die seit Montag gilt, außer Vollzug gesetzt wird.
Die zum 2. August eingeführte Sondersteuer auf süße Mixgetränke, die Spirituosen wie Wodka oder Rum enthalten, beträgt zwischen 80 oder 90 Cent pro handelsüblicher Flasche. Mit der Sondersteuer will die Regierung erreichen, dass insbesondere Jugendliche vom Konsum dieser Getränke abgehalten werden. Sie soll bis Ende des Jahres 5 Mio. Euro einbringen, die für die Suchtprävention verwendet werden sollen.
Der Diageo-Sprecher sagte, mit dem Eilantrag solle erreicht werden, dass das Gesetz so lange außer Vollzug gesetzt wird, bis das Bundesverfassungsgericht über eine Verfassungsbeschwerde entschieden habe. Diese ist schon der Spirituosenindustrie schon angekündigt worden. Die deutsche Branntwein-Branche wehrt sich schon seit längerem heftig gegen das Alcopop-Gesetz unter anderem mit dem Argument, es diskriminiere süße Spirituosen-Mixgetränke im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken.