Auch im digitalen Zeitalter gibt es noch einen Markt für Analogfilm. Das zeigt der Erfolg des Unternehmens Impossible, zu dem sich ehemalige Mitarbeiter des Fotofilmherstellers Polaroid zusammengeschlossen haben. Im ersten Produktionsjahr konnten sie bereits über 500.000 Sofortbildkassetten verkaufen. Im kommenden Jahr will die Firma, deren Name ("Unmöglich") als Anspielung auf die Größe der zu bewältigenden Aufgabe gedacht ist, zwei Millionen Magazine verkaufen.
Impossible-Gründer Florian Kaps sagte, die Produktion im niederländischen Enschede habe 2010 mit zehn Technikern begonnen. Sie waren arbeitslos geworden, als der US-Konzern Polaroid 2008 aus dem Filmgeschäft ausstieg. Mittlerweile sei die Belegschaft um 30 Leute aufgestockt worden. Während im vergangenen Jahr noch die letzten Polaroid-Bestände verkauft wurden, konnte der Umsatz dieses Jahr dank neuer Filme auf rund 8 Mio. Euro verdoppelt werden. Die Firma ist außerdem Partnerschaften mit Fotogalerien in London, New York und Tokio eingegangen.
Das angestrebte Verkaufsziel von einer Million Kassetten wurde wegen Problemen bei der Herstellung von Farbfilmen jedoch nicht erreicht. Es fehlten viele der Materialien, mit denen Polaroid Filme hergestellt hatte. Impossible musste bei der Produktion ganz von vorne anfangen.
"Wir haben dieses Jahr gelernt, dass es seine Zeit dauert, vernünftig zu entwickeln", sagte Kaps. "Wir liegen nur etwas hinter Plan. Nächstes Jahr wird es alle Produkte und Richtungen geben, einfachere und kompliziertere Filme."
Kunden sind zumeist ältere Kamerafreaks und jüngere, künstlerisch veranlagte Fotografen. "Auch wenn sie sich der digitalen Revolution anschließen, vergessen die Menschen nicht die Magie der analogen Fotografie", sagte Kaps. "Diese Bewegung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen." Vertrieben werden Impossibles Filme über das Internet und durch größere Handelsketten wie Urban Outfitters und John Lewis.