Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) hat sich von seiner Gewinn- und Umsatzprognose verabschiedet und erwartet für das laufende Jahr nun einen Verlust. Die Hoffnungen nach der Branchenmesse Drupa hätten sich nicht erfüllt, teilte das Unternehmen in Würzburg mit. Viele Kunden, die auf der Messe Maschinen bestellt hätten, seien in den Strudel der Finanzkrise geraten und müssten die Orders mangels Krediten stornieren oder verschieben.
Anders als geplant werde KBA deshalb keinen Gewinn vor Steuern auf dem Vorjahresniveau von 63 Mio. Euro erreichen, sondern einen Verlust ausweisen. Der Umsatz werde in diesem Jahr bei 1,5 Mrd. Euro liegen statt wie angenommen bei 1,6 Mrd.
Nun will KBA mehrere hundert Stellen streichen. Das Geschäft mit Druckmaschinen dürfte auch angesichts der Rezessionsgefahr schwach bleiben. Deshalb würden die Produktionskapazitäten im sächsischen Radebeul, im österreichischen Mödling und in Tschechien gestutzt.