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27.01.2011, 21:52
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Energierohstoffe:
Russland bandelt mit Exxon Mobil an
Nach BP kommen die Amerikaner: Russland holt mit aller Macht westliches Kapital ins Land, um seine enormen Energiereserven zu fördern. Weil die schwer zu erschließen sind ist zunehmend internationales Know-how gefragt.
von Michael Gassmann, Düsseldorf
Nur wenige Tage nach dem Pakt mit
BP schloss der staatliche Ölkonzern
Rosneft am Donnerstag eine weitere Vereinbarung, diesmal mit dem US-Ölkonzern
Exxon Mobil . Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam Ölvorkommen im Schwarzen Meer erschließen. Exxon plane dazu Investitionen von 1 Mrd. Dollar, kündigte Konzernchef Rex Tillerson bei der Vertragsunterzeichnung am Rande des Weltwirtschaftsgipfels im schweizerischen Davos mit.
Die Natur hat Russland reichlich mit Energierohstoffen ausgestattet hat. So verfügt das riesige Land über 24 Prozent der weltweiten Gas- und 5,6 Prozent der globalen Ölreserven. Doch noch schneller beutet es die Schätze aus: Bei der Ölproduktion etwa ist der Weltmarktanteil mit 13 Prozent, gemessen an den Vorräten, weit überproportional. Kein Land fördert mehr Öl als Russland.
Produktion der größten Erdölförderländer 2009
Die verbleibenden Vorräte sind daher immer schwerer zu erschließen. Folge: Russland ist zunehmend nicht nur auf Kapital, sondern immer mehr auch auf das Know-how der internationalen Ölkonzerne angewiesen. "Die Technologie von Exxon Mobil wird Rosnefts Erfahrungen und Ressourcen hervorragend ergänzen", sagte Russlands Vizepremier Igor Setschin, zugleich Chef des Rosneft-Verwaltungsrats, am Donnerstag.
Die Gemeinschaftsfirma mit Exxon Mobil soll vor den Küsten Russlands in Meerestiefen bis zu 2000 Metern nach Öl bohren. Mit BP hatte Rosneft zuvor die Erforschung einer großen Fläche im Nordpolarmeer vereinbart. Anders als bei BP plant Rosneft jedoch keine Überkreuzbeteiligung mit dem US-Konzern. "Die beiden Projekte belegen intensive Bemühungen Russlands zur Erschließung seiner Offshore-Reserven", kommentierte Andrew Neff, Analyst bei der Marktbeobachtung Global Insight.
Teil 2: Russische Geldnot begünstigt Investoren
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FTD.de, 27.01.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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