Die deutschen Energieversorger Eon und RWE haben bei der Privatisierung zweier regionaler slowakischer Stromversorgungsunternehmen den Zuschlag erhalten. Die Unternehmen setzten sich gegen mehrere Konkurrenten durch.
Eon übernimmt demnach 49 Prozent an der Westslowakischen (ZSE), RWE 49 Prozent an der Ostslowakischen (VSE) Energie. Das bestätigte am Samstag ein Sprecher des Privatisierungsministeriums in Bratislava. Beim dritten Regionalversorger, der Mittelslowakischen Energie AG (SSE) stehe die Entscheidung noch aus. Als Favorit gilt die Französische EdF. Mit ihren Angeboten nicht durchsetzen konnten sich unter anderem Energie Baden-Württemberg, EVN (Österreich), E-NOI (Italien) und CEZ (Tschechien).
Laut Gesetz muss die Mehrheit von 51 Prozent bei Schlüsselunternehmen wie den Energieversorgern beim Staat bleiben. Bratislava hat jedoch angekündigt, die Mehrheit im Vorstand und damit das Entscheidungsrecht den ausländischen Minderheitseigentümern zu überlassen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Experten schätzen ihn für die ZSE auf etwas mehr als 10 Mrd. Kronen (241 Mio. Euro). Auf etwa den selben Wert werden die beiden kleineren Versorger zusammen geschätzt.
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