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Der einzige asiatische Hersteller, der bislang in diese Klasse aufsteigen konnte, ist die
Toyota -Tochter Lexus. Nun kommt ein neuer Rivale dazu, und der könnte BMW und Audi durchaus gefährlich werden. "Wir werden der Konkurrenz weiter Kunden abnehmen, vor allem BMW und Lexus", kündigt Amerika-Chef Ben Poore im Gespräch mit der FTD großspurig an. "Audi natürlich auch, aber die sind ja relativ klein."
Bislang war die Oberklasse im US-Automarkt sehr überschaubar: Da gab es die deutschen Marken Mercedes,
BMW und Audi, Lexus und den US-Hersteller Cadillac. In dieses besonders profitable Segment einzudringen gilt als schwierig - doch genau das hat Infiniti geschafft. "Infiniti baut richtig gute Autos und ist 2010 sehr stark gewachsen", sagt Ernst Lieb, Amerika-Chef von Mercedes-Benz. "Die müssen wir durchaus ernst nehmen."
Mit hochwertigen Autos aus japanischer Produktion, sportlichem Design, einem eigenen Händlernetz und mit der starken Konzernmutter Nissan im Rücken hat sich Infiniti erfolgreich in den USA etabliert. "Eine Zeit lang war BMW in Amerika die einzige größere Luxusmarke, die sportliche Autos im Angebot hatte", sagt Poore. "Inzwischen können andere Hersteller das auch, und wir gehören dazu." Im gesamten Segment für Premium- und Luxusautos kam Infiniti nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr auf einen Marktanteil von 7,7 Prozent. "Im März waren es jetzt schon 8,7 Prozent", fügt Poore hinzu. "Die Markentreue ist bei den Autokäufern hier in Amerika nicht besonders stark ausgeprägt, das ist unsere Chance." Tatsächlich müht sich Infiniti seit zwei Jahren in Europa - nahezu ohne sichtbaren Erfolg.