Während Apple dank iPad und iPhone Rekordgeschäfte macht, herrscht beim Rivalen Hewlett-Packard Tristesse. Vor allem die Privatkunden verschmähen die PC und Drucker mit dem HP-Logo. Daran kann auch die neue Chefin nichts ändern.
Auch mit Meg Whitman an der Spitze kommt der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard auf keinen grünen Zweig. Der von Personalquerelen und Fehlentscheidungen im Management gebeutelte Konzern konnte im ersten Geschäftsquartal deutlich weniger Desktop-PC, Notebooks, Drucker, Server und Speichersysteme verkaufen als noch vor einem Jahr.
HP ist der weltgrößte Hersteller von Desktopcomputern und Laptops für Firmen- und Privatkunden. Gerade dieses Geschäft leidet derzeit aber unter mangelnder Nachfrage. Laut Marktforschungsfirma Gartner stagnierte der Computerabsatz im vergangenen Jahr wegen der schleppenden Erholung in den USA und der Schuldenkrise in Europa. Erschwerend hinzu kommt die Konkurrenz durch die neuen mobilen Geräte, weshalb vor allem Privatkunden dahinschwinden. Während Tablets boomen, geht der Verkauf von PCs eher schleppend voran. Das gilt vor allem für den amerikanischen Heimatmarkt von HP, wo allen voran Apple mit iPhone und iPad besonders erfolgreich ist.
Der Umsatz schmolz insgesamt um sieben Prozent auf 30 Mrd. Dollar. Vor allem die Privatkunden hielten sich auffallend zurück. Sie stürzten sich stattdessen auf Tablet-Computer oder auf Smartphones. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beinahe die Hälfte auf unterm Strich 1,5 Mrd. Dollar ein.
HP unternehme die notwendigen Schritte, um wieder erstklassig zu werden, versprach Whitman am Mittwoch. Sie hatte den Job als Konzernchefin im September angetreten - und stand vor einem Scherbenhaufen.
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