Zwischen Deutschland und mehreren osteuropäischen Staaten zeichnet sich ein Milliardengeschäft für gebrauchte Eurofighter ab. Nach FTD-Informationen interessiert sich Bulgarien für den Kauf von acht Eurofightern, die bisher bei der Luftwaffe im Einsatz sind. Das Thema dürfte bei einem Besuch von Bulgariens Ministerpräsidenten Bojko Borissow Ende Januar in Berlin zur Sprache kommen. Auch andere osteuropäische Nationen sollen Interesse an den fast neuen Fliegern haben. Dazu gehören die Tschechische Republik, Kroatien, die Slowakei sowie Rumänien.
Für diese Länder ist der Kauf neuer Kampfflieger angesichts begrenzter Verteidigungsetats häufig zu teuer. Daher suchen die Staaten nach Möglichkeiten, ihre Rüstung für weniger Geld zu modernisieren. Üblich ist diese Verwertung gebrauchter Kampfjets bei US-Herstellern und der US-Regierung. Beim Eurofighter aber wäre es ein Novum. Bislang wurde der Kampfflieger von Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien sowie Saudi-Arabien und Österreich fest bestellt. Die Lieferung an Saudi-Arabien basiert auf einem Abkommen zwischen den Regierungen, wobei die Saudis neue Jets erhalten.