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Merken   Drucken   14.12.2011, 13:50 Schriftgröße: AAA

Gefährliche Batterien: Opel blamiert sich mit E-Auto Ampera

Tausende haben den Wagen in Europa schon bestellt. Doch das Unternehmen muss die Auslieferung des Hoffnungsträgers stoppen. Es besteht Brandgefahr an den Batterien.
Die Auslieferung des Opel-Elektroautos Ampera in Europa verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Weil die vollgeladenen Batterien des Fahrzeugs - ähnlich wie Benzintanks - ein Risikofaktor nach Unfällen sind, will der Rüsselsheimer Hersteller sich das Problem genauer ansehen. Das teilte die GM-Tochter am Mittwoch mit. Eigentlich sollte Opels neuer Stromer im Januar auf den Markt kommen. Der Stopp kurz vor der Markteinführung ist ein schwerer Rückschlag für das deutsche Traditionsunternehmen, das gerade versucht, sich in die Gewinnzone zu kämpfen. Mit dem Ampera wollte Opel beweisen, dass der Hersteller technisch Trends setzen kann. Dass es mit dem Ampera Probleme in Europa geben könnte, hatte sich schon angedeutet. Denn in den USA hatte ein ähnliches Auto aus dem Hause GM Negativschlagzeilen gemacht, der Chevrolet Volt.
Das Elektroauto, das wie kein anderes den Aufbruch von Opels amerikanischer Mutter in eine neue Ära verkörpert und baugleich mit dem Ampera ist, fing nach simulierten Unfällen Feuer. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA warnte Ende November vor einer Brandgefahr und leitete eine offizielle Untersuchung ein.
Die Auslieferung der in den USA gebauten Ampera-Fahrzeuge sei aufgrund dieser Erfahrungen gebremst worden, sagte ein Opel-Sprecher am Mittwoch. In Europa gebe es derzeit 6500 Vorbestellungen für den Ampera. Derzeit sei noch nicht absehbar, wann die Auslieferung wieder aufgenommen werde. Das Thema sei komplex.
Der Opel Ampera ist im Grunde ein Chevrolet Volt - und genau das ...   Der Opel Ampera ist im Grunde ein Chevrolet Volt - und genau das ist das Problem
Der Elektromotor von Volt und Ampera wird von einer Lithium-Ionen-Batterie angetrieben. Im Test in den USA war diese Batterie bei einem Seitenaufprall beschädigt worden. Erst drei Wochen später war in dem Fahrzeug Feuer ausgebrochen.
Sollte die Untersuchung der NHTSA ergeben, dass beim Volt nach Unfällen grundsätzlich ein höheres Feuerrisiko besteht, könnte dies die gesamte Elektromobilität erheblich zurückwerfen. Bislang ist die neue Technologie vor allem wegen der geringen Reichweite der Autos und der hohen Kosten der Batterie umstritten. Bedenken wegen mangelnder Sicherheit gab es dagegen kaum.
In den USA wurden inzwischen mehr als 5000 Chevrolet Volt verkauft, zu Unfällen mit Brandentwicklung ist es im Straßenverkehr aber noch nicht gekommen.
Galerie Chevrolet Volt - elektrischer Ampera-Bruder
General Motors  hatte angekündigt, die Untersuchung der Behörde zu unterstützen, gleichzeitig aber beteuert: "Der Volt ist sicher und birgt keine übermäßigen Risiken beim Betrieb und nach Unfällen."
00:52:54 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
General Motors 22,2 USD   -0,76%  -0.17
  • FTD.de, 14.12.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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