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16.02.2012, 18:10
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Getrübte Freude in Detroit:
Opel tiefrot, Mutter GM macht Milliarden
Die Jahresbilanz für 2011 der amerikanischen Mutter zeigt: General Motors steht gut da - und leidet doch stark unter der deutschen Tochter Opel. Das US-Management deutet weitere Einschnitte in Deutschland an.
von Annette Berger
Opel steckt tief in der Krise fest - und Besserung ist weit und breit nicht in Sicht: Im vergangenen Jahr fuhr der US-Mutterkonzern General Motors mit seinem Europageschäft - das in erster Linie aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall besteht - einen operativen Verlust von 747 Mio. Dollar (575 Mio. Euro) ein. Das teilte GM am Donnerstag bei der Vorlage seiner Jahreszahlen in Detroit mit.
US-Autokonzern
Mit diesen Modellen verdient GM Milliarden
In der Branche waren vorher zwar Befürchtungen laut geworden, Opel könnte noch höhere Verluste eingefahren haben. Aber auch so dürften die Daten nichts Gutes verheißen. Denn ursprünglichen Plänen zufolge hätte der deutsche Traditionshersteller inzwischen schon viel besser dastehen sollen.
Im Vorjahr hatte das Minus des Rüsselsheimer Unternehmens bei knapp 2,0 Mrd. Dollar gelegen. Opel beschäftigt in Europa rund 40.000 Menschen. Zuletzt war über Werksschließungen spekuliert worden, um die Kosten in den Griff zu bekommen.
Dagegen machte GM dank starker Verkäufe in Nordamerika 2011 unter dem Strich einen Gewinn von 7,6 Mrd. Dollar - 62 Prozent mehr als im Vorjahr. Manche Analysten hatten sogar noch mehr erwartet, denn die US-Mutter produzierte in den vergangenen Monaten eine gute Nachricht nach der anderen.
Aktie gewinnt kräftig
Die Aktie des weltgrößten Autokonzerns sank kurz nach der Veröffentlichung der Zahlen im vorbörslichen New Yorker Handel - was teils mit einem vergleichsweise schwachen vierten Quartal erklärt wurde. Das Gesamtjahr aber war für GM sehr erfreulich, und auch die Aussichten auf dem Heimatmarkt USA und in China sind weiter viel versprechend. Und so gehörte das Papier mit einem Plus von fünf Prozent zuletzt zu den Gewinnern an der Wall Street.
Der US-Konzern, den die Regierung in Washington einst vor der Pleite rettete, trifft mit seinen Autos vor allem in der Heimat wieder den Geschmack der Kunden. Vergessen sind die Zeiten, in denen Amerikaner kleine, spritsparende Modelle wollten. Zudem herrscht in den USA nach der jahrelangen Krise ein Nachholbedarf in Sachen Neuwagen. Viele Menschen in den Staaten fahren vergleichsweise alte Fahrzeuge - keine schlechte Ausgangslage für Hersteller und Händler.
Zudem nützt GM das Wachstum auf dem chinesischen Markt - und nicht zuletzt die Schwäche des wichtigen Konkurrenten
Toyota . Von den Japanern eroberte GM die Position als größter Autohersteller der Welt zurück. Auch, weil Toyota wegen Produktionsausfällen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im vergangenen Jahr viel Pech hatte. GM setzte 2011 rund neun Millionen Autos ab. Auf Platz zwei kam Volkswagen mit knapp 8,2 und Toyota mit 7,9 Millionen Fahrzeugen.
Teil 2: GM-Chef deutet verschärften Sparkurs an
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FTD.de, 16.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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