Trotz des ordentlichen Endspurts blieb die Nachfrage im vierten Quartal um 1,4 Prozent unter dem Niveau der Sommermonate. "Die Aussichten für die Industrieproduktion bleiben daher vorerst verhalten", schrieb das Ministerium. Gleichwohl lasse der zuletzt drei Monate in Folge gestiegene Ifo-Geschäftsklimaindex auf ein "Ende der Schwächephase" hoffen.
Den versöhnlichen Jahresausklang verdankt die Industrie allein der anziehenden Auslandsnachfrage. Sie legte um 4,3 Prozent zu, während die Aufträge aus dem Inland um 1,4 Prozent fielen. Die Bestellungen aus den nicht zur Euro-Zone gehörenden Ländern zogen um kräftige 12,3 Prozent an. Die Aufträge aus der Währungsunion - in die etwa 40 Prozent der deutschen Exporte gehen - fielen dagegen um 6,8 Prozent.
Gefragt waren vor allem Investitionsgüter, zu denen die klassischen deutschen Exportschlager Maschinen und Fahrzeuge gehören. Hier gab es ein Plus von 2,8 Prozent. Die Nachfrage nach Konsumgütern nahm um 1,9 Prozent zu, während die nach Vorleistungsgütern wie Chemikalien stagnierte. Der Umfang an Großaufträgen fiel für einen Dezember unterdurchschnittlich aus.