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19.01.2012, 18:17
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Hoffnung auf Vergleich:
Porsche-Aktie im Höhenflug
Die Hoffnung auf das Ende eines Rechtsstreits in den USA hat Anleger bei dem Sportwagenhersteller zugreifen lassen. Die Aktie kletterte fast zehn Prozent. Doch offenbar drohen in Deutschland neue Klagen.
Ein Bericht über eine sich anbahnende Lösung im milliardenschweren Rechtsstreit zwischen US-Investoren und
Porsche hat die Aktie des Sportwagenherstellers in die Höhe getrieben. Dem "Manager Magazin" zufolge sind die Stuttgarter zu einer außergerichtlichen Schadenersatzzahlung bereit. Die Aktie des Sportwagenherstellers stieg am Donnerstag knapp zehn Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 47,65 Euro.
Kursinformationen und Charts
Ein Sprecher der Porsche SE sagte: "Wir äußern uns nicht zu einem laufenden Verfahren." Das Magazin berichtete, die Fonds hätten das Angebot als zu niedrig abgelehnt. Sie machten vor Gericht einen Schaden in Höhe von mindestens 1 Mrd. Dollar geltend.
Eine Einigung wäre zwar auf den ersten Blick positiv, schrieb DZ-Bank-Analyst Michael Punzet. Die Zugeständnisse des Unternehmens deuteten aber darauf hin, dass das US-Gericht zugunsten der Kläger entscheiden könnte. Außerdem würde ein Vergleich nur einen Teil der Schadenersatzforderungen aus den USA abdecken.
Porsche und
VW kämpfen wegen der 2009 zu Ende gegangenen Übernahmeschlacht an mehreren Fronten in Deutschland und den USA. Die Stuttgarter hatten versucht, den deutlich größeren Konkurrenten auch mit Hilfe komplizierter Finanztransaktionen zu übernehmen. Anleger und Fonds fühlten sich über die Pläne falsch informiert und hatten wegen massiver Aktienkurssprünge nach eigenen Angaben schwere Verluste verbucht. Porsche und VW hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Im Sommer 2009 war der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit seinem Vorhaben gescheitert. Die Schlacht gewannen die Wolfsburger: Porsche soll in den VW-Konzern integriert werden. Die Prozessrisiken erschweren die Pläne von VW und Porsche, nach der einstigen Feindschaft rund um die Übernahme nun einen "integrierten Automobilkonzern" zu formen.
Die Forderungen der Fondsgesellschaften in den USA laufen in zwei getrennten Fällen: Auf bundesstaatlicher Ebene wird darum gerungen, ob die US-Gerichte überhaupt zuständig sind. Dabei hat Porsche in erster Instanz gewonnen. Die Gegenseite hat Berufung eingelegt und das Verfahren harrt nun der Dinge. Ebene zwei ist ein Verfahren in New York, wo es auch um Zuständigkeitsfragen geht. Dort hat es in erster Instanz noch keine Entscheidung gegeben.
Teil 2: Auch Merckle-Erben fordern Schadenersatz
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FTD.de, 19.01.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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