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Bereits im Oktober gab es Gerüchte über eine geordnete Insolvenz, die die Aktie des Unternehmens abstürzen ließen. Über eine Insolvenz und Gläubigerschutz haben schon früher zahlreiche große US-Fluggesellschaften ihre finanzielle Restrukturierung eingeleitet. Dabei läuft der Betrieb weiter, es gibt aber meist Sanierungseinschnitte. Unter der Erleichterung des Gläubigerschutzes und damit weitgehend ohne Druck aus hohen Schulden operierten bereits mehrere US-Airlines.
American Airlines ist die einzige große Fluggesellschaft in den USA, die sich nach dem Abschwung 2001 in Folge der Anschläge vom 11. September nicht unter dem Schutz des US-Insolvenzrechts neu organisiert und so die Betriebskosten gesenkt hat. Das könnte dem Unternehmen nun zum Verhängnis werden: Während die Konkurrenz im vergangenen Jahr Gewinne machte, verbuchte das Unternehmen im dritten Quartal des Jahres einen Verlust von 162 Mio. Dollar, bei 6,4 Mrd. Dollar Umsatz.
Vor allem belasteten um 41 Prozent gestiegene Treibstoffkosten und die scharfe Konkurrenz die Fluglinie. Zudem liegt sie mit den Mitarbeitern über deren Bezahlung im Clinch. Die Airline ist nach United Continental und Delta die drittgrößte in den USA und befördert pro Tage etwa 275.000 Passagiere auf 3400 Flügen. American Airlines ist Teil des Luftfahrtbündnisses Oneworld, dem die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft
Air Berlin 2012 beitreten will.