FTD.de » Unternehmen » Industrie » Investoren trauen IWKA Wende zu

Merken   Drucken   07.02.2006, 22:11 Schriftgröße: AAA

Investoren trauen IWKA Wende zu

Der Karlsruher Maschinenbauer IWKA ist im abgelaufenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Umsatz und Auftragseingang seien 2005 schwächer ausgefallen als im Vorjahr, teilte IWKA-Chef Wolfgang-Dietrich Hein mit. von Matthias Ruch, München
Wolfgang-Dietrich Hein,  Vorstandsvorsitzender der IWKA   Wolfgang-Dietrich Hein, Vorstandsvorsitzender der IWKA
Zusätzlich wurde das Ergebnis durch den Konzernumbau belastet, den Hein zur Sanierung des Unternehmens durchgesetzt hat. 2004 hatte IWKA  noch einen Überschuss von 50 Mio. Euro erwirtschaftet.
Die schlechten Zahlen konnten die Erwartungen der Investoren aber nicht trüben. Der Markt glaubt daran, dass IWKA in die Gewinnzone zurückkehrt. Die im MDax notierte Aktie legte am Dienstag um 3,8 Prozent auf 23,25 Euro zu. Anfang Dezember hatte sie noch bei 16 Euro gelegen. "Wir erwarten bereits im laufenden Jahr eine deutlich positive Cashflow- und Ergebnisentwicklung", sagte Hein bei Vorlage der vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr. Eine detaillierte Prognose sowie das genaue Ergebnis wird er am 29. März vorlegen.
Garant für den Turnaround
Als Garant für den Turnaround gilt auch Guy Wyser-Pratte. Der umstrittene US-Investor war Ende 2003 bei IWKA eingestiegen und hält rund sieben Prozent der Anteile. Gemeinsam mit US-Fonds und britischen Investoren hatte Wyser-Pratte den Rücktritt des langjährigen Konzernchefs Hans Fahr durchgesetzt. Die Investoren stehen hinter dem Konzept des Sanierers Hein, der alle drei Konzernsparten auf ihr Kerngeschäft konzentrieren will.
Den Verkauf von Randgeschäften will IWKA in diesem Jahr abschließen. Die Kosten für den Umbau des Unternehmens im vergangenen Jahr beziffert IWKA auf 40 Mio. Euro. Hinzu kommen Verluste durch den Verkauf der Zerspanungsgruppe Ex-Cell-O von 55 Mio. Euro. Operativ hatte Ex-Cell-O das Ergebnis 2005 mit weiteren 40 Mio. Euro belastet.
Der Konzernumsatz war im abgelaufenen Jahr von 2,35 Mrd. Euro auf 2,07 Mrd. Euro gesunken. Ohne die Erlöse der zum Verkauf stehenden oder bereits verkauften Tochterfirmen blieb er mit 1,62 Mrd. Euro nahezu stabil.
Auslöser der Umsatzschwäche waren zuletzt vor allem mangelnde Investitionen der Automobilbauer. Sie hatten der Industrierobotersparte von IWKA bis 2004 gute Geschäfte beschert. 2005 aber brach der Umsatz der einst renditestärksten Konzernsparte um 23 Prozent ein. Der frühere Plan, die Sparten Automobil- und Verpackungstechnik abzuspalten und IWKA ganz auf Robotik zu konzentrieren, ist damit endgültig aus der Diskussion.
  • Aus der FTD vom 08.02.2006
    © 2006 Financial Times Deutschland,
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
FTD-Versicherungsmonitor
FTD-Versicherungsmonitor

Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.

Jetzt kostenlos abonnieren
Tweets von FTD.de Unternehmens-News

Weitere Tweets von FTD.de

  16.05. Wissenstest Sind Sie Flughafenkenner?

Die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER schlägt Wellen. Die internationalen Flughäfen sind nicht nur dynamische Orte, sondern auch Großunternehmen. Kennen Sie sich gut mit Airports aus?

Zunächst eine Frage zum weltgrößten Flughafen. Derjenige mit dem größten Passagieraufkommen ist …

Wissenstest: Sind Sie Flughafenkenner?

Alle Tests

Tools für Unternehmer
 
Gründung Finanzierung Steuern Firmenwert Vorlagen
Verträge und Vorlagen Sie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr

Newsletter:   Eilmeldungen Unternehmen

Autobauer unterschreibt milliardenschwere Übernahme? Mit uns wissen Sie es, bevor die Tinte trocken ist.

Beispiel   |   Datenschutz
  • Ackermann-Nachfolger: Anshu Jain - Wider die Deutschtümelei

    Eine Bilanz vor dem Amtsantritt? Verbietet sich. Eigentlich. Nicht so bei Anshu Jain. Denn Josef Ackermanns Nachfolger hat schon vor dem Start bei der Deutschen Bank viel verändert. mehr

  •  
  • blättern
  Bilderserie Deutsche Bank Ackermanns Meilensteine

Bilderserie

  31.05. Wirtschaft Spendierhosen bei VW sitzen enger
Wirtschaft: Spendierhosen bei VW sitzen enger (00:01:36)

Der Tarifabschluss für die Angestellten des Automobilkonzerns entspricht weitgehend dem Flächenvertrag in der Metall- und Elektrobranche. Laut IG-Metall ist er aber "einen Schnaps besser". mehr

FTD-Blogs
Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

 



markets
  DAX 6264,38  [-16.42 -0,26%
  Dow Jones 12393,45  [-26.41 -0,21%
  Nasdaq Composite 2827,34  [-10.02 -0,35%
  Euro Stoxx 50 2118,94  [2.76 +0,13%
VERSICHERUNGEN

mehr Versicherungen

INDUSTRIE

mehr Industrie

FINANZDIENSTLEISTER

mehr Finanzdienstleister

HANDEL+DIENSTLEISTER

mehr Handel+Dienstleister

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote