Eine Justizsprecherin bestätigte, dass der Manager weiter verhört wurde. Ein Beschuldigter darf 48 Stunden ohne Haftbefehl festgehalten werden.
Die Gründlichkeit der Ermittler dürfte nicht bei Forgeard enden, der vor eineinhalb Jahren aus der EADS -Spitze gedrängt wurde. Auch der damalige Co-Präsident ++Thomas Enders++ steht auf einer Liste möglicher Schuldiger, die von der Pariser Finanzaufsicht AMF stammt. Enders ist heute alleiniger Chef der EADS-Tochter Airbus und hat wenig Anlass, die Festnahme seines Ex-Kollegen und Ex-Rivalen gelassen zu sehen. Das Vorgehen der Behörden straft auch Jene Lügen, die in den EADS-Zentralen in Paris und München die Untersuchungen zunächst als Teil der üblichen politischen Ranküne abgetan haben.
EADS-Kleinaktionäre, auf deren Beschwerde die Untersuchung zurückgeht, kommentierten das Vorgehen mit Genugtuung. "Die Ermittler gehen sehr entschieden und gründlich vor", sagte deren Anwalt Frederik-Karel Canoy der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er erwarte rasche Ergebnisse.
Im Kern geht es um den Verdacht, dass Manager und Großaktionäre bei Aktienverkäufen von internen Informationen profitiert haben. Sie hatten Aktien verkauft, bevor EADS im Juni 2006 Produktionsprobleme beim Flugzeug Airbus A380 eingestehen musste. Das schickte den Aktienkurs nach unten. Forgeard etwa hat im März 2006 bei Aktienverkäufen rund 4,3 Mio. Euro erlöst. Er hatte die Vorwürfe bestritten. Er musste EADS im Sommer wegen der Produktionsverspätung verlassen.