Die geplante Premiere für den Airbus Militärtransporter A400M auf der Luftfahrtmesse in Paris mit spektakulären Flugmanövern fällt ins Wasser. Weil kurz vor der Messe an einem Triebwerk an einem der vier Testmodelle eine Unregelmäßigkeit auftrat, wird auf die täglichen Flugvorführungen unter Extrembelastungen verzichtet. Das gab der Chef der Airbus-Militärsparte, Domingo Ureòa-Raso, im Vorfeld der Messe bekannt.
Lediglich am Eröffnungstag an diesem Montag mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy werde der A400M fliegend mit anderen Maschinen gezeigt. Der Airbus-Manager betonte, dass es generell keine Einschränkungen im laufenden Testprogramm für das A400M-Modell gibt.
Airbus wollte die Pariser Messe, die bis 26. Juni stattfindet, als Werbeplattform für den Transporter nutzen, zumal zahlreiche Experten und Militärdelegationen anreisen. Im vergangenen Jahr wurde der Flieger mit den vier mächtigen Propellertriebwerken bereits auf Luftfahrtmessen in Berlin und Farnborough mit waghalsigen Flugmanövern gezeigt.
Der Manager der EADS -Tochter wollte keine Details der Getriebeprobleme nennen. Die Ursachen würden derzeit beim Zulieferer Fiat Avio untersucht. Das A400M-Triebwerk wird vom europäischen Herstellerkonsortium EPI gebaut.
Nach zahlreichen Verzögerungen erhielt der Antrieb erst im Mai seine Zulassung von der europäischen Aufsichtsbehörde EASA. Mit 11.000 PS Leistung ist es eines der weltweit stärksten Propellertriebwerke. Bereits in der Entwicklungsphase gab es Probleme mit dem Getriebe, auf das enorme Kräfte wirken.