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Wie schon bei der Ende Dezember vor dem US-Bundesgericht abgewiesenen Klage werfen die Investoren dem früheren Porsche-Management vor, sie über die wahren Absichten bei der geplanten VW-Übernahme getäuscht zu haben. Porsche habe immer wieder bestritten, die Mehrheit an
VW erwerben zu wollen und damit die Investoren in eine Falle gelockt. "Wir halten auch diese Klage für unzulässig und unbegründet", sagte der Porsche-Sprecher.
Porsche-Chef Wiedeking hatte 2009 versucht, den viel größeren VW-Konzern mithilfe eines hochriskanten Systems von Optionskäufen zu schlucken. Der Plan ging nicht auf. Stattdessen übernimmt VW nun den Sportwagenbauer.
Die erneute Klage erreichte Porsche kurz vor der Bilanzkonferenz der Holding - und überschattete zudem die Ankündigung von Porsche-Chef Matthias Müller. Nach einer Sitzung des Aufsichtsrats gab der Manager die Fertigung einer neuen Baureihe bekannt. Der Geländewagen Cajun, der ab 2013 auf den Markt kommen soll, wird in Leipzig gebaut. Zu den derzeitigen 650 Stellen sollen dort mindestens 1000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Außerdem soll das Werk in Leipzig weiter ausgebaut werden. Einen dreistelligen Millionenbetrag will Porsche investieren, um einen fehlenden Karosserierohbau und eine Lackiererei am Standort Sachsen zu errichten. Bislang werden dort die Modelle Panamera und Cayenne montiert und ausgebaut, das Fahrzeuggerüst kommt aus den VW-Werken in Hannover oder Bratislava.